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	<title>Kommentare zu: Gestörte biologische Uhr fördert Übergewicht</title>
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	<description>Gesundheit - Krankheit - Forschung - Ernährung</description>
	<lastBuildDate>Tue, 04 Feb 2014 16:11:54 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Von: Leoluca Criscione</title>
		<link>http://medicalobserver.com/news/2012116275/gestoerte-biologische-uhr-foerdert-uebergewicht#comment-534</link>
		<dc:creator><![CDATA[Leoluca Criscione]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 13 Nov 2012 20:54:18 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Kein Tag vergeht, an dem nicht eine neue sensationelle wissenschaftliche Entdeckung, eine neue Diät oder ein  Wundermittel gegen Übergewicht auftaucht. 
Trotzdem – oder gerade deswegen – wird die Menschheit immer runder und kränker.
Ich selber habe 1992-2002 eine Forschungsgruppe in der Ciba/Novartis mit dem Ziel, ein ‘Wundermittel‘ gegen Übergewicht und Fettleibigkeit zu finden. Die Voraussetzungen nach der sensationellen Entdeckung (publiziert in Nature: 382, 1996) eines neuen Mechanismus` zur Appetitregulation durch unsere Forschungsgruppe im Jahr 1996 waren hervorragend. Die Massenmedien, wie immer in solchen Fällen, berichteten tagelang darüber: &quot;Antifettpille aus Basel&quot;, titelte die Basler Zeitung. 
Um so frustrierender war es, feststellen zu müssen, dass die Natur schlauer ist, als wir dachten! Die hormonelle Regulation des Appetits und somit der Gewichtskontrolle ist derart komplex und gründlich abgestimmt, dass Medikamente, wenn überhaupt, nur kurzfristig wirken können. Ausserdem: Langfristig verursachen sie sehr oft nur schwerwiegende Nebenwirkungen. Dies gilt für alte und neue Entdeckungen. 
So stoppte Novartis im Jahr 2002 die gesamte Forschungstätigkeit auf diesem Gebiet. Diese Entscheidung zeigt deutlich genug, was man von der Behandlung der Adipositas (Fettleibigkeit) mit Medikamenten halten soll bzw. muss! 
Der Körper ist physiologisch gesehen primär eine thermodynamische, d.h. wärmeproduzierende Maschine. Gewichtsprobleme lassen sich daher NUR mit der Messung des persönlichen Grundumsatzes und des relativen Kalorienbedarfes und mit einer neutralen Aufklärung bzw. Beratung lösen.
Besonders in den letzten Jahrzehnten hat die Wissenschaft mit Erfindungen, die sich sehr oft nicht bestätigen lassen, eine gigantische Verwirrung der Konsumenten geschafft! Grund: Sie lässt sich sehr oft durch Interessengruppen &quot;leiten&quot; (Nahrungsmittel- Pharmaindustrie, usw.). 
Diese Konfusion wird weiterhin kontinuierlich durch die Wissenschaft selbst am Leben erhalten und durch die Medien, immer dankbar für neue Sensationen, entsprechend aufgeblasen!]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Kein Tag vergeht, an dem nicht eine neue sensationelle wissenschaftliche Entdeckung, eine neue Diät oder ein  Wundermittel gegen Übergewicht auftaucht.<br />
Trotzdem – oder gerade deswegen – wird die Menschheit immer runder und kränker.<br />
Ich selber habe 1992-2002 eine Forschungsgruppe in der Ciba/Novartis mit dem Ziel, ein ‘Wundermittel‘ gegen Übergewicht und Fettleibigkeit zu finden. Die Voraussetzungen nach der sensationellen Entdeckung (publiziert in Nature: 382, 1996) eines neuen Mechanismus` zur Appetitregulation durch unsere Forschungsgruppe im Jahr 1996 waren hervorragend. Die Massenmedien, wie immer in solchen Fällen, berichteten tagelang darüber: &#8222;Antifettpille aus Basel&#8220;, titelte die Basler Zeitung.<br />
Um so frustrierender war es, feststellen zu müssen, dass die Natur schlauer ist, als wir dachten! Die hormonelle Regulation des Appetits und somit der Gewichtskontrolle ist derart komplex und gründlich abgestimmt, dass Medikamente, wenn überhaupt, nur kurzfristig wirken können. Ausserdem: Langfristig verursachen sie sehr oft nur schwerwiegende Nebenwirkungen. Dies gilt für alte und neue Entdeckungen.<br />
So stoppte Novartis im Jahr 2002 die gesamte Forschungstätigkeit auf diesem Gebiet. Diese Entscheidung zeigt deutlich genug, was man von der Behandlung der Adipositas (Fettleibigkeit) mit Medikamenten halten soll bzw. muss!<br />
Der Körper ist physiologisch gesehen primär eine thermodynamische, d.h. wärmeproduzierende Maschine. Gewichtsprobleme lassen sich daher NUR mit der Messung des persönlichen Grundumsatzes und des relativen Kalorienbedarfes und mit einer neutralen Aufklärung bzw. Beratung lösen.<br />
Besonders in den letzten Jahrzehnten hat die Wissenschaft mit Erfindungen, die sich sehr oft nicht bestätigen lassen, eine gigantische Verwirrung der Konsumenten geschafft! Grund: Sie lässt sich sehr oft durch Interessengruppen &#8222;leiten&#8220; (Nahrungsmittel- Pharmaindustrie, usw.).<br />
Diese Konfusion wird weiterhin kontinuierlich durch die Wissenschaft selbst am Leben erhalten und durch die Medien, immer dankbar für neue Sensationen, entsprechend aufgeblasen!</p>
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