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Viele Babytees sind Zuckerbomben

Von Produkten für die Kleinsten könnte man wirklich mehr erwarten: Viele Instant-Tees enthalten Zucker oder eng verwandte Stoffe wie Glukosesirup oder Maltodextrin. In fast jedem Beuteltee steckt Mineralöl und in einem Produkt sogar Pestizidrückstände. Das ist das Resümee des Babytee-Tests, den das Frankfurter Verbrauchermagazin ÖKO-TEST durchgeführt hat.

Für Eltern ist nicht immer sofort ersichtlich, ob ein Babytee Zucker enthält. Denn mancher Stoff muss nicht als Zucker deklariert werden, obwohl es sich chemisch gesehen um etwas ganz Ähnliches handelt. Maltodextrin etwa wird aus Stärke gewonnen, die in sehr kleine Bruchstücke zerlegt wird. Einige Teilchen können so klein sein, dass es sich dabei um die Grundbausteine von Zucker handelt. Besonders frech: Ein Anbieter weist bei seinem Fenchel-Tee auf der Verpackung explizit darauf hin, dass dieser „ohne Zuckerzusatz“ hergestellt ist, dabei enthält er Maltodextrin. Diese Zuckerart kann bei Kindern, ebenso wie Haushaltszucker, Karies verursachen. ÖKO-TEST bemängelt, dass in Babytee überhaupt Zuckerarten stecken – und manchmal auch gar nicht wenig davon: Vom Gewicht machen die enthaltenen Kohlenhydrate so viel aus wie bis zu 16 Würfelzucker pro Liter.

Doch Zucker ist nicht der einzige Kritikpunkt. Bei fast allen Beuteltees fand das Labor Mineralöl. Diese Rückstände stammen höchstwahrscheinlich von den Druckfarben der Verpackung, die auf Lebensmittel übergehen können. Mineralöl wird vom Körper kaum ausgeschieden sondern reichert sich an. Experten schätzen, dass jeder Mensch ein paar Gramm Mineralöl in sich herumträgt. Wie gefährlich das ist, kann derzeit niemand genau beurteilen. Laut Bundesinstitut für Risikobewertung können jedoch bestimmte Mineralölbestandteile in der Leber, in den Herzklappen oder in den Lymphknoten Schäden anrichten. Andere sind als krebserzeugend bekannt.

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