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RKI fordert bessere Masern-Vorsorge

Masern, Mumps und Co. gelten als Kinderkrankheiten, die nach wenigen Tagen überstanden sind. Doch für Erwachsene können diese scheinbar harmlosen Erkrankungen gravierende Gesundheitsrisiken nach sich ziehen. Jetzt belegt eine neue Studie, dass der Impfschutz bei Erwachsenen noch immer erhebliche Lücken aufweist, die nicht mit den Forderungen der Weltgesundheitsorganisation zu vereinbaren sind.

RKI fordert bessere Masern-Vorsorge

RKI fordert bessere Masern-Vorsorge

Neun von zehn Kindern haben bis zur Einschulung alle notwendigen Impfungen. Dennoch weist das Robert-Koch-Institut darauf hin, dass vor allem die Masern mehr und mehr auf dem Vormarsch sind. Masern, Mumps, Röteln und Hepatitis B sind dann auch die Erkrankungen, bei denen das Institut auf einer Erhöhung der Impfquote besteht. Zwar konnte die Techniker Krankenkasse anhand von Daten des Instituts belegen, dass die Impfquote bei Masern von 82 Prozent im Jahr 2006 auf 93 Prozent im Jahr 2012 gestiegen ist. Doch das Impfziel der Weltgesundheitsorganisation liegt bei 95 Prozent, nur dann wären die Masern endgültig zu besiegen.

Gleichzeitig weist das Institut darauf hin, dass der Impfschutz bei vielen Erwachsenen nicht ausreichend ist. Vor allem junge Erwachsene ab dem Geburtsjahr 1970 waren in den letzten Jahren von der ansteckenden Krankheit betroffen. Deshalb ist es umso wichtiger, nicht nur auf den Impfschutz der Kinder zu achten, sondern auch den eigenen Impfpass zu prüfen. Daten der Techniker Krankenkasse belegten nämlich, dass rund 39 Prozent der im Jahr 2013 erkrankten Patienten über 20 Jahre alt waren, rund neun Prozent waren sogar erheblich älter als 40 Jahre. Gerade für diese Patienten kann die hochansteckende Krankheit aber schlimme gesundheitliche Spätfolgen nach sich ziehen, die bis zur Gehirnentzündung reichen.

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