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Wissenschaftler entdecken Ursache von Nervenleiden ALS ‎

Amerikanische Forscher vermelden einen wichtigen Fortschritt im Kampf gegen die tückische Nervenerkrankung ALS. So hätten sie eine gemeinsame Ursache für das unheilbare Leiden gefunden.

Wichtiger Fortschritt gegen Amyotrophe Lateralsklerose

Wichtiger Fortschritt gegen Amyotrophe Lateralsklerose

ALS ist die Abkürzung für die Nervenkrankheit Amyotrophe Lateralsklerose. Bemerkbar macht sich die Erkrankung bei den Betroffenen durch fortschreitende Muskellähmungen. Schließlich sind die Patienten im weiteren Krankheitsverlauf nicht mehr in der Lage sich zu bewegen. Des Weiteren treten Probleme beim atmen, sprechen oder schlucken auf. Schätzungen zufolge leiden auf der ganzen Welt etwa 350.000 Menschen unter der Amyotrophen Lateralsklerose. Rund 50 Prozent der Betroffenen sterben nach nur drei Jahren an der tückischen Krankheit. Neben der herkömmlichen ALS-Form gibt es noch eine weitere Variante, die der Demenz ähnelt. Die Betroffenen sind dabei nicht mehr imstande simpelste Aufgaben zu erledigen. Darüber hinaus büßen sie ihr Sprachverständnis ein.

Forscher der Northwestern Universität in Chicago fanden bei ihren Studien nun den Grund für die Nervenkrankheit heraus. So kommt es bei den Erkrankten zu einer Störung bei der Reparatur von Eiweißen im Gehirn oder im Rückenmark, was wiederum eine schwere Schädigung der Nervenzellen zur Folge hat. Diese Störung wird von den Wissenschaftlern auf das Eiweiß Ubiquilin2 zurückgeführt. Ubiquilin2 hat normalerweise die Aufgabe, Proteine, die beschädigt oder falsch gefaltet sind, in den Nervenzellen der Großhirnrinde sowie den motorischen Nervenzellen sozusagen zu recyceln. Da bei ALS-Betroffenen das Eiweiß jedoch nicht richtig arbeitet, sammelt es sich gemeinsam mit den Proteinen, die beschädigt sind, in den Nervenzellen an. Die Ablagerung hat dann den Untergang der Nervenzellen zur Folge.

Die Forscher hoffen nun aufgrund der neuen Erkenntnisse, eine wirksame Therapie gegen ALS entwickeln zu können. So sei es jetzt möglich, bestimmte Medikamente zu testen.

 

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