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Regionale Unterschiede beim Krebsrisiko

Das Risiko an Krebs zu erkranken, ist je nach Wohnort in Deutschland unterschiedlich. So ist Brutskrebs in den alten Bundesländern beispielsweise weitaus häufiger als in den neuen.

Regionale Unterschiede beim Krebsrisiko

Regionale Unterschiede beim Krebsrisiko

486 000 Menschen werden in diesem Jahr an Krebs erkranken, das zeigen aktuelle Schätzungen. Etwa 50 Prozent werden an der Erkrankung sterben. Akutelle Zahlen zeigen auch, dass es regionale Unterschiede gibt, was die Neuerkrankungen angehet. In gewissen Gebieten treten bestimmte Krebsarten deutlich häufiger auf als in anderen.

So gibt es etwa bei Brustkrebs deutliche Unterschiede: „In den neuen Bundesländern ist sowohl die Erkrankungs- als auch die Sterblichkeitsrate um 20 bis 30 Prozent geringer als in den alten Bundesländer“, sagt Alexander Katalinic gegenüber Focus online. Er ist Leiter des Instituts für Krebsepidemiologie an der Universität Lübeck und Vorsitzender der Gesellschaft der epidemiologischen Krebsregister in Deutschland e.V. (GEKID).

In Bayern und Baden-Württemberg gibt es beispielsweise weniger Brustkrebsfälle als im Nordwesten Deutschlands, wie der sogenannte GEKID-Atlas zeigt. Auch Prostatakrebs tritt im Süden Deutschlands seltener auf. Lungenkrebs kommt aber bei Menschen, die in Großstädten leben offenbar weitaus öfter vor. „Bremen, Berlin und Hamburg weisen für Frauen die höchsten Lungenkrebsraten auf“, sagt Katalinic. Die urbanen Lebensbedinungen wie etwa schlechtere Luftqualität leisten dem natürlich Vorschub.

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