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Umfrage: Krebs bleibt größter Angstmacher

Einer aktuellen Umfage zufolge haben die Deutschen mehr Angst vor der Eurokrise als vor schweren Krankheiten. Das zeigt eine Befragung der DAK. Doch die Sorge über Krankheiten ist fest in den Menschnen verankert: Zweidrittel der Bundesbürger fürchten sich besonders vor Krebs.

Umfrage zeigt: Keine Krankheit fürchten die Deutschen mehr als Krebs

Krankheiten wie Krebs machen vielen Menschen in Deutschland Angst. Immerhin sterben weltweit jährlich fast acht Millionen Menschen an Krebs. Die Zahl der Krebstoten wird nach Einschätzung der WHO weiter steigen und im Jahr 2030 bei 13,1 Millionen weltweit liegen.  Im Vergleich zu den Vorjahren sind die Befürchtungen vor schweren körperlichen oder seelischen Leiden aber insgesamt deutlich gesunken. Wie vor einem Jahr schätzen 88 Prozent ihren gegenwärtigen Gesundheitszustand als gut oder sehr gut ein.

Nach 2010 und 2011 befragte das Forsa-Institutfür die Krankenkasse DAK-Gesundheit auch aktuell bundesweit 3.000 Männer und Frauen über ihre Angst vor Krankheiten. 68 Prozent der Befragten haben am meisten Angst vor einem bösartigen Tumor, was im Vergleich zu den Vorjahren einen Rückgang um sieben Prozent bedeutet. Die Sorge vor einer psychischen Erkrankung wie Depressionen ging um 23 Prozent zurück. Erstmals haben mehr Menschen Angst vor Alzheimer und Demenz als vor einem Schlaganfall, wobei im Vergleich zum Vorjahr auch bei diesen Diagnosen die Furcht spürbar abnahm.

„Es scheint, als ob permanente Medienberichte über Krankheiten und Gesundheitsrisiken auch die Ängste der Menschen schüren“, sagt Dieter Carius, Experte der DAK-Gesundheit. Während 2011 der Reaktorunfall in Japan, der EHEC-Virus, die Alzheimer-Erkrankung von Ex-Schalke Manager Rudi Assauer oder der „Burnout“ von Fußballtrainer Ralf Rangnick für viele Gesundheits-Schlagzeilen gesorgt hätten, sei in diesem Jahr vor allem die Berichterstattung über die Finanzkrise dominant. „Viele Menschen haben vermutlich jetzt andere Probleme, als sich Sorgen um mögliche Krankheiten zu machen“, erklärt Carius.

Die Umfrage-Ergebnisse in einzelnen Bundesländern bestätigen diesen Zusammenhang. Im Ländervergleich hatten 2011 die Menschen in Baden-Württemberg die größte Angst vor Krebs. Jeder vierte Befragte nannte hier als Grund die Diskussion um Atomkraft und die möglichen Reaktorunfälle. In diesem Jahr sank die Nennung dieser Begründung in Baden-Württemberg um 36 Prozent.

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