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Subjektiv empfundener sozialer Status beeinflusst die Gesundheit

Anscheinend ist das gesundheitliche Wohlbefinden eng an die Selbstwahrnehmung des sozialen Status gebunden. Dieser sogenannte „subjektive soziale Status“ (SSS) kann durchaus vom objektiven Ansehen abweichen. Eine aktuelle Studie legt nun den Schluss nahe, dass es krankmachen kann, sich minderwertig zu fühlen.

Subjektiv empfundener sozialer Status beeinflusst die Gesundheit

Subjektiv empfundener sozialer Status beeinflusst die Gesundheit

Studien zum Thema Selbstwarhnehmung, sozialer Status und Minderwertigkeitsgefühle sind rar; bis November 2010 lag nicht eine deutsche Untersuchung vor, die sich mit dem Themenkomplex subjektiver sozialer Status und Gesundheit befasste. Jahrelang wurden in die Public Health Forschung nahezu ausschließlich „objektive“ Faktoren wie berufliche Position, Einkommen und Bildung einbezogen. Erst seit Kurzem wird vor allem in englischsprachigen Veröffentlichungen im Bereich der Psychologie auch der „subjective social status“ erhoben.

Wer sich minderwertig fühlt, wird krank

Frank Eutenheuer von der Philipps-Universität Marburg und Paul J. Mills von der University of California, USA nahmen sich gemeinsam mit Kollegen der Frage an, inwieweit ein subjektiv als niedrig empfundener sozialer Status die Funktion der sogenannten Beta-Adrenorezeptoren im Gehirn beeinflusst. Testpersonen sollten ihre Position auf einer 10-stufigen sozialen Leiter jeweils landesweit und lokal begrenzt markieren. Die Ergebnisse wichen durchaus stark voneinander ab. Wer sich landesweit als wenig gebildet und benachteiligt wahrnahm, konnte sich dennoch in einer lokalen Gemeinschaft geschätzt und geachtet fühlen. Zugleich wurde auch der objektive Status der Teilnehmer in den Bereichen Beruf und Bildung erfasst.

 

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