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Rauschfrei durch den Sommer

Der Sommer ist Hochsaison bei den Peers der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). Seit Mai sind die speziell geschulten jungen Menschen auf Festivals, an Stränden, bei Sport-Events und in Innenstädten unterwegs, um Gleichaltrige im direkten Gespräch über die Risiken von Alkohol zu informieren. In den bislang 270 Einsatztagen dieser Saison haben sie mit rund 27.000 jungen Menschen gesprochen. Mehr als 300 Einsatztage stehen bis Oktober noch aus.

Insgesamt sind für die BZgA in diesem Jahr 55 Peers in ganz Deutschland im Einsatz. Die Peer-Aktionen sind Teil der BZgA-Alkoholpräventionskampagnen „NA TOLL!“ und „Alkohol? Kenn dein Limit.“ und werden vom Verband der privaten Krankenversicherung e.V. (PKV) gefördert. Ziel ist es, jungen Menschen eine kritische Einstellung zu Alkohol zu vermitteln und sie für einen verantwortlichen Umgang mit alkoholischen Getränken zu sensibilisieren. Die aktuelle Studie der BZgA zum Alkoholkonsum Jugendlicher in Deutschland zeigt, dass Rauschtrinken noch immer verbreitet ist: 17 Prozent der 12- bis 17-Jährigen trinken sich mindestens einmal im Monat einen Rausch an. Bei den 12- bis 15-Jährigen, die nach dem Jugendschutzgesetz noch gar keinen Alkohol trinken dürfen, sind es immerhin 6,6 Prozent.

„Kinder und Jugendliche hierzulande wachsen in einer Gesellschaft auf, in der Alkoholtrinken als weitgehend normal angesehen wird. Deshalb ist es wichtig, möglichst früh mit ihnen ins Gespräch zu kommen und sie über die Gefahren von Alkohol aufzuklären“, sagt Prof. Dr. Elisabeth Pott, Direktorin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. „Die Peers begegnen den Jugendlichen auf Augenhöhe. Sie werden als besonders glaubwürdig wahrgenommen. Jugendliche gehen gerne auf ihre Gesprächsangebote ein und diskutieren mit ihnen über die Risiken von Alkohol. Die Peers sind deshalb ein wichtiger Teil unserer Präventionsarbeit.“

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