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US-Wissenschaftler entdecken neuen Antikörper gegen Grippeviren

Amerikanische Forscher entdeckten einen Antikörper, der gegen einen Großteil aller Grippevirenstämme wirken soll. Damit könnte eine neue Grippeimpfung zukünftig vor großen Erkrankungswellen schützen. Der sogenannte Antikörper CH65 wäre damit ein kleiner Meilenstein.

Die Wissenschaftler  stehen bei der Weiterentwicklung von hochwirksamen Substanzen gegen Grippeviren vor einem ausschlaggebenden Durchbruch. Wissenschaftler haben einen Antikörper entdeckt, der die Hämagglutinin-Oberfläche von 30 der 36 bekannten Grippevirenstämme angreift. Die Studie wurde am Montag in der Fachzeitschrift „Proceedings of the National Academy of Sciences“ veröffentlicht. Demnach könnte ein Antikörper namens CH65 zur Entwicklung eines Impfstoffes beitragen, der nicht in jeder Grippesaison erneuert werden muss. Bislang gestaltete sich die Impfstoffherstellung äußerst schwierig, da Grippeviren sich fortlaufend verändern und Impfstoffe somit nur kurze Zeit – in der Regel maximal ein Jahr – wirksam sind.

Dies bedeutet für Wissenschaftler, dass jedes Jahr  neue Impfstoffe gegen spezielle Erreger entwickelt werden mussten. Weil bei den Grippe auslösenden Viren in vielen Fällen Mutationen am Erbgut des Eiweißstoffs Hämagglutinin erfolgen, gelangen die Viren über das Protein direkt in die Wirtszelle. Somit galt es als ausgesprochen unwahrscheinlich, einen Antikörper zu entdecken, der gegen eine Vielzahl von mutierten Viren wirksam ist.

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