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Abnehmen mit Psychologie: US-Psychologe veröffentlicht umstrittenen Diätplan

Ein Psychologe aus den USA hat sechs Tricks veröffentlicht, die beim Abnehmen helfen sollen. Damit soll die eigene Psyche überlistet werden. Fachleute bezweifeln, dass diese Tricks wirklich dem Problem Übergewicht gerecht werden. „Die Psychologie des Abnehmens ist immerhin sehr kompex“, sagt Psychologe Hannes Schmid.

Brian Wansink von der Cornell Universität in Ithaca stellte auf der Jahrestagung der Amerikanischen Psychologischen Gesellschaft in Washington seine Methode zum Abnehmen vor. Und demnach können kleine Tricks zum Erfolg führen. Das Zuhause sei voller versteckter Essfallen. Der Psychologe ist zudem überzeugt: “Vertraue deinem Magen nicht”. Denn der könnte lügen. Es sei seiner Meinung nach einfacher, die Umgebung zu ändern als Verhaltensweisen zu ändern.

Sechs Tricks gibt der amerikanische Psychologen allen mit auf dem Weg, die Abnehmen wollen: Die Essgewohnheiten ändern sei hilfreich: Man sollte sein Essen nicht gedankenlos in sich hineinstopfen. Aus Sichtweite bringen: Kalorienreiche Lebensmittel sollten Abnehmwillige außer Sichthöhe im Kühlschrank oder Regal verstauen. Das Auge täuschen:  Beim Trinken – gerade von süßen Limonaden – sollte man ein schmales und hohes Glas nehmen. Das könnte helfen Kalorien zu sparen, sagte Wansink. Kleine Portionen wählen: In einer Untersuchung mit 168 Kinobesuchern verglich der Psychologe die Popcorn-Portionen. Demnach aßen Besucher, die eine extragroße Portion bestellt hatten, 45 Prozent mehr Popcorn als die anderen, die sich mit einer großen Portion begnügt hatten.

Einen kleineren Teller nehmen: Die Hauptspeise auf dem Salatteller zu servieren, das könnte helfen, sich selber zu manipulieren. Eine Untersuchung mit Kindern zeigte, dass sie mehr Cornflakes und Frühstücksflocken aßen, wenn sie das Frühstück in großen statt kleineren Schüsseln serviert bekommen. Auch bei Erwachsenen zeigte eine Studie ganz ähnliche Resultate. Kein TV während dem Essen: Der Fernseher sollte beim Abendbrot aus bleiben – er lenkt zu sehr vom Essen ab.

Ob diese wirklich neu und eine große Hilfe sind, das scheint allerdings nicht nur für Fachleute zweifelhaft zu sein. Immerhin sind kleinere Portionen eine logische Schlussfolgerung für alle, die Abnehmen wollen. Experten erkennen in der Psychologie des Essverhaltens schwerwiegende Probleme: Zum Beispiel das Essen als Mittel gegen Langeweile, Essen als Belohnung, Essen zur Stressbewältigung oder zum Frustabbau. Angesichts dessen könnten durchaus Zweifel an der Methode von Wansink und seinen doch recht einfachen Tricks aufkommen.

Das Problem einiger Diätklassiker ist nach Ansicht von Experten: Sie beziehen die Psyche nicht oder kaum mit ein. Doch gerade sie stellt dem Abnehmwilligen ein Bein. Essen aus Gewohnheit oder zur Stressbewältigung erschweren es, Diäten durchzuhalten oder die Ernährung auf Dauer umzustellen. Hinzu kommen auch psychologische Tests, die zeigen, dass jede Art von bewusster Selbstkontrolle – wie es bei einer Diät vorkommt- einen starken Impuls für eine Ersatzhandlung wie Einkaufen gibt. Die Theorie des Psychologen Wansink nach seiner Untersuchung: «Die Lehre ist, dass man nicht auf seinen Magen hören sollte, ob man schon satt ist. Er kann lügen», sagte der amerikanische Psychologe weiter.

Kommentare

  1. Ich finde die tricks sehr gut ich habe Problem ständig mit zu nehmen und abnehmen,Und Willen stärke, ist viel mit der psyche zusammen verbunden. Es hilft wenn Mann sich daran hält

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