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Ausbreitung des Denguefiebers in Südamerika

Wie das Centrum für Reisemedizin (CRM) mitteilt, verbreitet sich derzeit das Denguefieber – auch als Knochenbrecherfieber bekannt – in weiten Teilen Süd- und Mittelamerikas. Das CRM empfiehlt insbesondere Reisenden, bei denen nach einem Aufenthalt in Mexiko, Peru, Paraguay, Kolumbien und Brasilien grippeähnliche Symptome auftreten, eine genaue ärztliche Untersuchung.

Ausbreitung des Denguefiebers in Südamerika

Südamerika: Denguefieber breitet sich aus.

In diesem Jahr sind insgesamt bereits etwa eine Million Menschen an dem Virus erkrankt. 715.000 bestätigte Fälle, von denen 3.120 Menschen starben, wurden aus Brasilien gemeldet. In Paraguay gab es 35.000 Verdachtsfälle, von denen sich 5.933 Fälle bestätigten, 62 Erkrankte verstarben. Ähnlich sieht die Statistik auch im Peru aus.

Das CRM schätzt die Gefahr einer Infektion während der Regenzeit von Mai bis Oktober als besonders hoch ein. In dieser Zeit vermehren sich die Überträger – weibliche Gelbfiebermücken (Stegomyia aegypti), oft auch als Tigermücken bezeichnet – besonders stark. Einen gewissen Schutz vor Mückenstichen bieten Mückenschutzmittel mit dem konzentrierten Wirkstoff Diethyl-m-Toluamid (DEET). Damit wird ein etwa drei Stunden andauernder Schutz vor Insektenstichen erzielt. Zusätzlich empfiehlt das CRM das Tragen heller, geschlossener Kleidungsstücke, die zuvor mit dem Insektizid Permethrin imprägniert worden sind. Diese Imprägnierung ist sinnvoll, weil Moskitostiche auch durch dünne Materialien dringen können.

Das Denguefieber äußert sich durch starke Kopf- und Gliederschmerzen, eine flüchtige Rötung der Haut und erhöhte Temperatur oder Fieber. Nach ungefähr einer Woche lassen Fieber und Schmerzen nach. Bei vielen Patienten ist aber noch lange danach die Leistungsfähigkeit beeinträchtigt – sie fühlen sich ständig müde und matt. Laut Auskunft des CRM verläuft die Ersterkrankung oft gutartig, jedoch können bei Folgeinfektionen Komplikationen auftreten wie innere Blutungen und Schocksymptome. (ms)

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