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Gang zum Zahnarzt wird teurer

Der Besuch beim Zahnarzt soll in Zukunft teurer werden, denn laut Auskunft des Bundesgesundheitsministeriums genehmigte das Bundeskabinett nun eine entsprechende Änderung der Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ).

Gang zum Zahnarzt wird teurer

Für das über die GOZ abzurechende Honorarvolumen ist insgesamt eine Erhöhung von durchschnittlich sechs Prozent vorgesehen. Private Krankenkassen rechnen hingegen mit Kostensteigerungen bis zu 20 Prozent. Der neuen Gebührenordnung, die am 1. Januar 2012 in Kraft treten soll, muss noch der Bundesrat zustimmen.

Die seit 1988 gültige Gebührenordnung ist seither inhaltlich kaum angepasst worden, sodass zahlreiche neuere Behandlungsmethoden noch einschlossen sind. Häufig erbrachte Leistungen – beispielsweise Kunststofffüllungen – werden in das neue Gebührenverzeichnis eingefügt. So sollen transparentere Abrechnungsgrundlagen geschaffen werden. Zahnärzte werden verpflichtet, vor der Behandlung über zu erwartende hohe Kosten umfassend aufzuklären und einen Kostenvoranschlag zur Entscheidung vorzulegen.

Die GOZ regelt diejenigen zahnärztlichen Leistungen, die als Eigenleistung von den Patienten selbst getragen werden müssen. Gesetzliche Krankenkassen übernehmen diese Kosten grundsätzlich nicht. Falls die Patienten eine Zahnzusatzversicherung abgeschlossen haben, trägt diese die Kosten teilweise, bei privat Versicherten die jeweilige eigene Kasse.

Aus Reihen der SPD wird Kritik an der laut Abgeordneten Steffen-Claudio Lemme „einseitigen Belastung der Versicherten“ laut. Lemme sieht in den Beitragserhöhungen und Zusatzbeiträgen den Anfang einer neuen Runde von Mehrbelastungen. Eine andere Position vertritt Heinz Lanfermann, Gesundheitsexperte der FDP, der davon überzeugt ist, dass „die Interessen aller Beteiligten ausgewogen berücksichtigt“ werden.

(ms)

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