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Nur jede zweite Frau nutzt die Mammographie

Brustkrebs ist eine der häufigsten Todesursache für Frauen. Die DAK und die Kooperationsgemeinschaft Mammographie weisen deshalb im Brustkrebsmonat Oktober auf die Möglichkeiten zur Früherkennung und Vorsorge hin.

DAK und Kooperationsgemeinschaft Mammographie raten zu regelmäßiger Vorsorge

DAK und Kooperationsgemeinschaft Mammographie raten zu regelmäßiger Vorsorge Foto: DAK

„Leider werden diese Chancen von vielen Frauen nicht genutzt“, sagt DAK-Ärztin Elisabeth Thomas. „Dabei sterben deutschlandweit rund 17.000 Frauen jedes Jahr an Brustkrebs, 59.000 erkranken neu.“

Best-Ager besonders gefährdet
Im Alter ist das Risiko zu erkranken besonders hoch. Deshalb hat jede Frau zwischen 50 und 69 Jahren alle zwei Jahre Anspruch auf eine kostenlose Mammographie-Untersuchung, eine Art Brust-Screening. „Viele Frauen kennen das Angebot jedoch nicht oder sind verunsichert. Nur 54 Prozent der in Frage kommenden Frauen gehen zu dem Screening“, sagt Dr. Wolfgang Aubke, Vorsitzender des Beirates der Kooperationsgemeinschaft Mammographie. „Dabei dürfen nur qualifizierte Zentren mit ausgebildetem Fachpersonal ein solches durchführen.“

Mammographie deckt Brustveränderungen auf
Bei einer Mammographie wird die Brust mit speziellen Röntgengeräten untersucht. Dadurch werden Veränderungen des Brustgewebes gut sichtbar. Zur Erstellung der Aufnahme wird die Brust zwischen zwei Kunststoffplatten gelegt, kurz zusammengedrückt und durchleuchtet. Eine weitere Möglichkeit, Veränderungen der Brust auch alleine zu erkennen, ist das regelmäßige Abtasten.

Frühe Therapie kann Leben retten
Es gibt aber auch Möglichkeiten, das Erkrankungsrisiko zu beeinflussen: „Eine gesunde ausgewogene Ernährung, wenig Alkohol trinken, nicht rauchen, Sport treiben oder in jungen Jahren Kinder bekommen – das alles verringert die Gefahr der Krankheit“, so Thomas. Doch sind diese Maßnahmen keine Garantie, nicht zu erkranken, zumal erbliche Vorbelastungen nicht beeinflussbar sind. Deshalb ist die Früherkennung so wichtig. „Im Mammographie-Screening werden häufig die sehr kleinen Tumore unter 10 mm aufgespürt“, sagt Aubke. „Dadurch kann noch in einem frühen Stadium behandelt werden. So ist auch eine schonendere und Brust erhaltende Therapie möglich.“

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