Home / Gesundheit & Medizin / Mediziner bevorzugen bewährte Krampfader-Therapien

Mediziner bevorzugen bewährte Krampfader-Therapien

Seit bereits 100 Jahren gilt bei Krampfadern das Venenstripping als wirksame Operation. Obwohl es heute eine Reihe neuer Methoden gibt, die auch ambulant durchgeführt werden können, ist das Venenstripping bei vielen Ärzten das Mittel der Wahl. Eine neue Studie beweist die Vergleichbarkeit der Erfolgsraten.

Mediziner bevorzugen bewährte Krampfader-Therapien

Mediziner bevorzugen bewährte Krampfader-Therapien. Foto: Flickr/public domain photos

Krampfadern sind nicht nur ein kosmetisches Problem, sondern im fortgeschrittenen Stadium eine ernsthafte Erkrankung. Durch das Venenleiden wird der Abfluss des Blutes gestört und es kommt in der Folge zu einem erhöhten peripher-venösen Druck, der schwere Schäden bis hin zum offenen Bein hervorrufen kann. Experten gehen davon aus, dass sich die altbewährte Therapie aus verschiedenen Gründen gegen neue Verfahren behaupten wird. Beim Venenstripping werden die betroffenen Venen operativ entfernt.

Wie Burkhard Paetz, Leiter des Gefäßzentrums am „Rotes Kreuz Krankenhaus“ in Bremen mitteilte, sind die Erfolgsraten beim Stripping und der neueren Methode der Verödung per Laser vergleichbar, wobei das Stripping leicht überlegen ist. Zu diesem Ergebnis gelangte auch Studienleiter Knuth Rass, Facharzt an der Uniklinik Homburg an der Saar, bei einer aktuellen Studie mit 400 Patienten. Ein maßgeblicher Grund für das Festhalten an bekannten Therapien ist die ärztliche Erfahrung. Für Patienten bergen die innovativen Methoden einen Unsicherheitsfaktor, da es Ärzten oft an ausreichender Praxis fehlt. Der Vorteil des eigentlich schonenderen Verfahrens bestätigt sich zudem für
viele Patienten mitunter nicht.

Der Mannheimer Phlebologe Thomas Proebstle gab beispielsweise die Verödungstechnik ClariVein nach mehreren Monaten auf, nachdem es bei einzelnen Patienten zu schmerzhaften Überreaktionen auf das Verödungsmittel gekommen war.  (ms)

Scroll To Top