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Weniger Krebstote in den USA

Akuelle Statistiken zeigen, dass in den USA weniger Menschen an der Krankheit Krebs sterben. Der positive Trend gehe laut Experten auf die sinkende Zahl von Lungenkrebs zurück. Allerdings sind dafür andere Krebsarten auf den Vormarsch.

Weniger Krebstote in den USA
Weniger Krebstote in den USA

Den neuesten Statistiken der American Cancer Society zufolge ist die Zahl der Krebstoten in den USA zwischen dem Jahr 2004 und 2008 gesunken: bei Männern um 1,8 Prozent pro Jahr, bei Frauen um 1,6 Prozent. Bei Lungen-, Darm-, Prostata- und Brustkrebs  sei demnach ein leichter Rückgang der Todesfälle zu verzeichnen. Diese vier Krebsarten gehören dabei zu den häufigsten überhaupt. Etwa 40 Prozent dieses Rückgangs beruhe auf der Tatsache, dass immer weniger Menschen an Lungenkrebs sterben. Mediziner erklären sich jenes unter anderem damit, dass der Zigarettkonsum in den letzten Jahrzehnten zurückging.

Die American Cancer Society erklärt sich den Effekt aber auch mit den Fortschritten in der Krebstherapie. Dabei ist das Mittel der Wahl gegen Krebs noch immer die Chemotherapie. Allerdings gibt es immer häufiger auch kritische Stimmen über den Nutzen der Chemotherapie. Der Epidemiologe Ulrich Abel von der Universität Heidelberg hat etwa ein Jahr lang tausend Publikationen zur Chemotherapie gesichtet. Erschüttert stellte er fest, dass „bei den meisten Organkrebsen keinerlei Belege dafür existieren, dass die Chemotherapie -speziell auch die immer mehr um sich greifende Hochdosistherapie – die Lebenserwartung verlängert oder die Lebensqualität verbessert“.

Die American Cancer Society erklärt sich den erfreulichen Trend zudem mit verbesster Früherkennung von Tumoren. Trotz der positiven Entwicklung, rechnet die Organisation aber auch damit, dass im Jahr 2012 rund 1,6 Millionen US-Amerikaner an Krebs erkranken und knapp 580.000 an der Krankheit sterben werden.

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