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Zweifache Windpockenimpfung schützt besser

Eine neue Studie belegt den Wahrheitsgehalt der bekannten Aussage „doppelt hält besser“ in Bezug auf die Windpocken-Impfung. Um einen sicheren Schutz vor der Kinderkrankheit zu gewährleisten, reicht die einfache Impfung nicht aus.

Zweifache Windpockenimpfung schützt besser

Zweifache Windpockenimpfung schützt angeblich besser. Foto: Dreamstime

Nur die zweifache Impfung bietet nahezu hundertprozentigen Schutz. Wie im Rahmen einer Studie der Yale School of Medicine festgestellt wurde, beträgt die Schutzwirkung bei einer einfachen Impfung lediglich 86 Prozent. Es kann also durchaus trotz einer Impfung zu einer Windpockeninfektion kommen. Diese verläuft zwar in vielen Fällen milder als bei einer Infektion ohne Impfung, ist aber dennoch hochgradig ansteckend. Einfaches Niesen oder Schnupfen reicht aus, um die sogenannten Varizellen zu verteilen.

Diese haben die Eigenschaft, sich über Distanzen bis zu zehn Metern vom ursprünglichen Ort zu entfernen und sich auszubreiten – daher auch der Name Windpocken. Insbesondere bei Erwachsenen, die sich mit dem Virus infizieren, kommt es häufig zu schweren Verläufen mit hohem Fieber und Erbrechen. Schwangere sind in besonderem Maße gefährdet, da sie anfälliger für schwerwiegende Komplikationen bei einer Windpockeninfektion sind, wie Entzündungen des Gehirns, der Hirnhäute, der Lunge oder bakterielle Superinfektionen. Aber auch für das ungeborene Kind ist eine Windpockenerkrankung der Mutter riskant. Je nach Zeitpunkt der Infektion drohen schwere Defekte und Missbildungen bis hin zum Tod des Ungeborenen. In Deutschland gilt eine allgemeine Impfempfehlung seit dem Jahr 2004.

Seither geht die Zahl der jährlichen Erkrankungen von Windpocken zurück, die bis 2004 bei rund 750.000 Erkrankungen pro Jahr lag. Die Schutzwirkung gilt auch für die verwandte Gürtelrose, die ebenfalls durch das Varizella-Zoster-Virus hervorgerufen wird.
(ms)

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