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Fettzellen: Hormon hilft beim Abnehmen

Viele kennen das Problem: Der Wille ist irgendwie da, Sport zu machen, joggen oder schwimmen zu gehen. Allerdings ist der Schweinehund größer und stärker. Stattdessen hält man es lieber auf der Couch aus, mit einer Tüte Chips und einer Schüssel Popcorn. Es soll aber Hoffnung geben: Ein Botenstoff wirkt auf den Stoffwechsel wie Sport.

Fettzellen: Hormon hilft beim Abnehmen

Wer sich bewegt, der verbraucht auch Kalorien. Dabei verbrennt man nicht nur während des Sports die ungeliebten Kalorien. Denn sportliche Betätigung regt das Wachstum der Muskeln an und so verbraucht der Körper selbst im Ruhezustand mehr Bewegung. So ist Sport und Bewegung zusammen mit einer Diät das wichtigste Rezept gege Übergewicht und überflüssige Pfunde. Doch es wirkt sich nicht nur auf das Aussehen aus: Regelmäßige Bewegung ist gut für den Stoffwechsel, das Herz und den Kreislauf. Stoffwechselerkrankungen wie etwa Diabetes können so vorgebeugt werden.

Nun zeigt eine neue Studie, dass Ausdauertraining die Menge eines neu entdeckten Hormons namens Irisin erhöht, was bei Mäusen die Bildung von Zellen mit Eigenschaften von braunen Fettzellen anregt. Im Gegensatz zu den weissen speichern braune Fettzellen kein Fett, sondern sie erzeugen Wärme. Gerade bei Übergewichtigen Menschen sind diese „guten“ Fettzellen aber kaum oder sogar überhaupt nicht vorhanden. Wissenschaftler unter der Leitung von Bruce Spiegelman vom Dana-Farber Cancer Institute in Boston fanden ein bis dato unbekanntes Hormon, das von Muskelzellen abgesondert wird und über das Blut ins Fettgewebe gelangt.

Das Hormon regt offenbar in weissem Fettgewebe nicht nur die Bildung von Zellen mit Eigenschaften von braunen Fettzellen an, sondern es erhöht auch den Energieverbrauch. Bei dicken Mäusen führten Injektionen des Hormons zur Gewichtsabnahme und verbesserte einige Werte im Zuckerstoffwechsel, die normalerweise das Diabetesrisiko erhöhen. Diese Tiere entwickelten weniger Übergewicht und Diabetes, außerdem zeigten sie eine höhere Lebenserwartung“, so Boström. Ein mehrwöchiges Ausdauertraining erhöht den Forschern zufolge bei Mäusen und auch bei Menschen den Irisin-Spiegel im Blut. Deshalb gehen die Forscher davon aus, dass die Effekte des Sports auf die Gesundheit teilweise auf diesen Mechanismus und das neu entdeckte Hormon zurückgehen.

 

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