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Finanzielle Absicherung für Lebendspender geplant

Bislang war die Kostenübernahme der Kassen bei Komplikationen nach der Lebendspende nicht eindeutig geklärt. Nach vom Bundesgesundheitsministerium bestätigten Berichten verschiedener zur WAZ-Gruppe gehörenden Zeitungen, will die Bundesregierung Lebendspender künftig rechtlich und finanziell eindeutig absichern.

Finanzielle Absicherung für Lebendspender geplant

Die Warteliste ist lang, Spenderorgane sind Mangelware. Das Thema Organspende wird derzeit in den Medien insbesondere in Bezug auf Spenden nach dem Tod thematisiert. Es gibt jedoch eine weitere mögliche Form der Organspende: die Lebendspende. Menschen, die sich zu einer Lebendspende bereit erklären, nehmen einige Risiken auf sich und müssen sich zudem noch darauf einstellen, im Fall von Komplikationen mit den Krankenkassen um die Kostenübernahme in einen Rechtsstreit zu geraten.

Absicherung für Lebendspender

Bislang liegt die Beweislast ausschließlich bei den Patienten. Das soll sich nach den Plänen der Bundesregierung künftig umkehren – die Versicherer müssen im Zweifelsfall beweisen, dass die Komplikation nichts mit der Transplantation zu tun hat.

Durch die Solidargemeinschaft abgesichsert

Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) bestätigte im Samstag in Berlin Pläne der Bundesregierung, Lebendspendern einen Rechtsanspruch auf eine umfassende Absicherung und die Übernahme aller Kosten durch die Krankenkassen zu garantieren. Nachteile am Arbeitsplatz oder in der sozialen Sicherung sollen so verhindert werden. Im Rahmen der im Sommer 2011 beschlossenen Novellierung des Transplantationsgesetzes könnten die angestrebten Änderungen integrieren werden. Bahr betonte in Berlin die Notwendigkeit einer sicheren Grundlage für die Betroffenen vor dem Hintergrund, dass Tausende Menschen in Deutschland auf Spenderorgane warten: „Die Menschen, die sich zur Lebendspende entschließen, müssen von der Solidargemeinschaft abgesichert sein und verdienen unsere volle Unterstützung.“
(ms)

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