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Großteil der Deutschen ist bereit zur Organspende

70 Prozent der Bundesbürger sind grundsätzlich zu einer Organspende bereit. Das geht aus einer aktuellen Forsa-Umfrage im Auftrag der Krankenkasse DAK-Gesundheit hervor. Allerdings haben sich nur 45 Prozent der Befragten intensiver mit dem Thema beschäftigt.

Großteil der Deutschen ist bereit zur Organspende
Großteil der Deutschen ist bereit zur Organspende. Foto: Techniker Krankenkasse

70 Prozent der Befragten waren in der aktuellen Umfrage im Auftrag der DAK damit einverstanden, dass ihre Organe nach dem Tod zu spenden. 45 Prozent der Befragten haben sich dabei bereits genauer mit dem Thema Organspende befasst.
Laut Umfrage finden 76 Prozent der Befragten die geplante Neuregelung der Organspende gut. Künftig werden alle Bürger regelmäßig befragt, ob sie zur Organspende bereit sind.

Bereitschaft zur Organspende

Die Umfrage zeigte dabei auch, dass 54 Prozent keine Einschränkungen machen, wenn es um Körperteile geht. Beim Rest war die Bereitschaft zur Spende einer Niere oder der Leber mit 41 Prozent besonders hoch. Allerdings scheint es für viele eine große Hemmschwelle zu geben. Nicht jeder ist bereit Gliedmassen wie Hand oder Fuß und sogar das Gesicht zu spenden.

Zudem treten in Zusammenhang mit Organspende auch Ängste auf: Ein Herz, Lunge oder Niere zu spenden, wird nämlich aus Angst abgelehnt. Viele fürchten, Ärzte würden nach einer Einwilligung nicht alles tun, um bei schwerer Krankheit das Leben zu retten. Diesen Grund nannten 40 Prozent der Befragten, die derzeit nicht zur Organspende bereit wären. 37 Prozent gaben an, sie befürchteten, dass man mit ihren Organen Geschäfte mache. Jeder Dritte lehnte eine Entnahme ab, weil er nicht wisse, was mit seinen Organen passiere. 26 Prozent erklärten, ihnen mache das Thema generell Angst.

Organspende wird neu geregelt

Die Bundesregierung und Vertreter der Opposition haben sich darauf verständigt, dass  künftig alle Bürger regelmäßig befragt werden, ob sie zur Organspende bereit sind. Damit wird es eine Neuregelung der Organspende in Deutschland geben. Jeder Erwachsene wird dabei regelmäßig gefragt, ob er zur Organspende bereit ist. Gesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) erklärte, dass es damit keinen Zwang zur Organspende gebe. Jeder könne den Brief mit Nein beantworten oder sogar wegwerfen.

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