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Organspende wird neu geregelt

Tausende Menschen müssen hierzulande auf ein Spenderorgan warten. Das ist ein Kampf gegen den Tod und ein Wettlauf mit der Zeit. Viele Menschen verlieren ihn, denn es gibt nicht genügend Spenderorgane. Nun wird die Organspende in Deutschland neu geregelt.

Organspende wird neu geregelt
Organspende wird neu geregelt

Die Bundesregierung und Vertreter der Opposition haben sich darauf verständigt, dass  künftig alle Bürger befragt werden, ob sie zur Organspende bereit sind. Damit wird es eine Neuregelung der Organspende in Deutschland geben. Jeder Erwachsene wird dabei regelmäßig gefragt, ob er zur Organspende bereit ist. Gesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) erklärte, dass es damit keinen Zwang zur Organspende gebe. Jeder könne den Brief mit Nein beantworten oder sogar wegwerfen.

Organspendeausweis reicht offenbar nicht

Durch das Postschreiben sollen Menschen in Deutschland an den Organspende-Mangel erinnert werden. Durch die Neuregelung soll in amilien diskutiert werden und sich insgesamt die Bereitschaft der Menschen zur Organspende erhöhen. Das ist das Ziel der Politiker.

Es geht auch darum, den Weg zu vereinfachen. Denn heute müssen die Deutschen ihre Bereitschaft zur Spende aus eigener Initiative erklären – per Organspendeausweis oder gegenüber den Angehörigen. Dabei sind mehr als 70 Prozent der Bundesbürger laut Umfragen bereit, nach ihrem Tod Organe oder Gewebe zu spenden. Aber nur weniger als 20 Prozent haben ihre Entscheidung in einem Spendeausweis eingetragen.

Laut Umfragen geben zwar rund 20 Prozent der Deutschen an, einen Organspendeausweis zu besitzen – in der Realität im Krankenhaus sieht dies jedoch anders aus. Nur knapp sieben Prozent haben ihre Entscheidung zur Organspende schriftlich – zum Beispiel in einem Organspendeausweis – hinterlegt und damit zu Lebzeiten eine Entscheidung getroffen.

Organspende schenkt Leben

Etwa 12.000 Kranke warten verzweifelt auf ein Organ in Deutschland. Immerhin kann ein Spender bis zu acht Leben retten und bis zu 50 Menschen können von einem Spender profitieren. Im vergangenen Jahr sank die Zahl der Organspenden allerdings deutlich. Nach Angaben der Deutschen Stiftung Organtransplantation spendeten 1200 Menschen nach ihrem Tod Organe, 7,4 Prozent weniger als im Vorjahr.

Kommentare

  1. Organspende ist eine wichtige Sache. Was gebraucht wird, ist eine vernünftige Aufklärung. Dann wären sicher auch mehr dazu bereit, einen Organspendeausweis auszufüllen.

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