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Herz-Operation: Verheiratete Patienten überleben öfter

Eine neue Studie zeigt, dass verheiratete Menschen nach einer Herz-Operation deutlich höhere Überlebenschancen haben als Patienten, die unverheiratet und Singles sind. Ist das reiner Zufall? Die Forscher haben eine Vermutung, woran das liegen könnte.

Dreimal bessere Chancen nach Herz-OP

Dreimal bessere Chancen nach Herz-OP. Foto: pixelio/GerartAltmann

Es gibt etliche Witze und Sprüche über die Ehe und das Eheleben. Dass die Ehe gesund ist, das gehört aber definitiv nicht dazu. Doch offenbar scheint sich die Ehe durchaus positiv auszuwirken: Verheiratete Herzpatienten haben drei Mal bessere Chancen, die ersten drei Monate nach einer Herz-OP zu überleben als Singles. Das ist das Ergebnis einer aktuelle Studie, in der über 500 Herzpatienten beobachtet wurden.

Die Hauptautorin der Studie der Universität Emory in Atlanta im US-Bundesstaat Georgia machte dabei sogar deutlich, dass es einen „bemerkenswerten Unterschied“ zwischen verheirateten Patienten und Single-Patienten gab. Dabei hatten sowohl verheiratete Männer als auch Frauen deutlich bessere Überlebenschancen nach einer Herz-OP. Verheiratete Patienten waren zudem auch viel optimistischer und hatten offenbar weniger Angst vor Schmerzen.

Doch woran liegt das? Die Forscher haben eine Vermutung: Sie denken, dass die besseren Überlebenschancen nach dem Eingriff unter anderem am Ehepartner liegen. Denn der kümmert sich fürsorglich und kontrolliere sogar den Lebenswandel ihres kranken Partners, etwa den Tabakkonsum oder eine ungesunde Ernährung. Die Ergebnisse haben die US-Forscher um Ellen Idler im Fachmagazin „Journal of Health and Social Behaviour“ eröffentlicht. Bereits andere Studien hatten gezeigt: Verheiratete Männer leben länger.
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