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Mehr Kontrolle bei Medizinprodukten gefordert

Skandale rund um die Silikonbrustimplantate und Hüftgelenksprothesen zeigen Experten zufolge, dass die gesetzlichen Vorgaben bei Medizinprodukten nicht ausreichen, um Patienten wirksam zu schützen. Der Aufsichtsrat des AOK-Bundesverbandes fordert daher mehr Patientensicherheit bei Hochrisiko-Medizinprodukten.

Mehr Kontrolle bei Medizinprodukten gefordert

Mehr Kontrolle bei Medizinprodukten gefordert

Für Medizinprodukte sollen nach Meinung des AOK-Bundesverbandes künftig die gleichen Qualitätssicherungsmaßnahmen wie bei Arzneimitteln gelten. Der Verband fordert die Bundesregierung mit einem Positionspapier jetzt zum Handeln auf. Es solle demnach Qualitätsverbesserungen in der Zulassung, in der Kontrolle und bei den Reaktionsmöglichkeiten im Schadensfall geben.

In seinem Positionspapier forderte der Verband konkret, dass der eindeutige Nutzen für den Patienten nachgewiesen werden muss. „Es dürfen nur Produkte angewendet werden, die der Gesundheit nutzen. Der bloße Nachweis über die Funktionalität und technische Sicherheit genügt nicht“, heißt es in einer Presserklärung. Zudem solle es unangemeldete Kontrollen geben.

Patienten sollten dabei nicht nur über die Risiken einer bevorstehenden Operation aufgeklärt werden, sondern auch über das zu implantierende Medizinprodukt, seine Wirkweise sowie Nutzen und Risiken. „Unsere Forderungen sind leider nicht so selbstverständlich wie sie klingen. Selbst Autofahrer sind in Deutschland besser geschützt als Patienten, denen eine neue Hüfte eingesetzt wird“, sagt Uwe Deh, stellvertretender Vorstandsvorsitzender des AOK-Bundesverbandes.

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