Home / Ernährung / Koffein im Kaffee schützt vor Depressionen

Koffein im Kaffee schützt vor Depressionen

Als Muntermacher am Morgen oder Nachmittag ist koffeinhaltiger Kaffee weltweit verbreitet. Zu kaum einem anderen Lebensmittel gibt es so viele unterschiedliche Studien, wie zu Kaffee und dem darin enthaltenen belebenden Wirkstoff Koffein. Eine neue Studie kommt nun zu dem Schluss, dass die Liste der positiven Effekte um weiteren Punkt ergänzt werden kann: Der regelmäßige tägliche Genuss einer Koffeinmenge, die mindestens vier Tassen Kaffee entspricht, schützt Frauen anscheinend vor Depressionen.

Kaffee schützt vor Depressionen

Im Rahmen der Studie haben Forscher der Harvard Medical School zehn Jahre lang Daten erhoben. Über 50 000 US-Amerikanerinnen mit einem Durchschnittsalter von 63 Jahren nahmen während dieses Zeitraums als Probandinnen an der Langzeitstudie teil. Zu Beginn der Studie litt keine von ihnen an Depressionen.

Im Erhebungsbogen wurden regelmäßig unter anderem auch Fragen zum Kaffeekonsum und zu einem depressiven Leiden gestellt. Innerhalb des Studienzeitraums von zehn Jahren stellten sich bei rund 2600 Frauen Depressionen ein. Deutlich öfter waren Frauen betroffen, die keinen oder nur sehr wenig Kaffee tranken. Dagegen reduzierten Kaffeetrinkerinnen ihr Risiko, an einer Depression zu erkranken, um 20 Prozent – allerdings waren dazu Trinkmengen von mindestens vier Tassen Kaffee erforderlich.

Koffeinfreier Kaffee beeinflusste die Häufigkeit von Depressionen nicht. Die Interpretation der Studienergebnisse, die in den “Archives of Internal Medicine“ publiziert wurden, ist allerdings schwierig. Unklar ist bislang, ob Menschen mit niedergeschlagener Gefühlslage eher auf Kaffeegenuss verzichten, um Schlafstörungen zu vermeiden. Depressionen werden häufig von Problemen beim Ein- und Durchschlafen begleitet. Insofern könnte dieser bewusste Verzicht die Ergebnisse der Studie beeinflusst haben.
(ms)

Scroll To Top