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Spritze gegen Falten – Botox boomt

Nachdem die Deutsche Gesellschaft für Ästhetisch-Plastische Chirurgie (DGÄPC) kürzlich in Berlin die Ergebnisse ihrer aktuellen Patientenbefragung präsentiert hat, findet der Jahreskongress vom 13. bis 16. Oktober in Düsseldorf statt. Dort wird es unter anderem auch darum gehen, für das als Botox bekannte Botulinumtoxin den Begriff Botulinum zu etablieren.

Spritze gegen Falten – Botox boomt

Spritze gegen Falten – Botox boomt

Denn mit Toxin assoziieren laut DGÄPC-Generalsekretär Matthias Gensior viele Menschen zu Unrecht eine risikoreiche Behandlung.  Gensior versicherte im Rahmen eines Pressetermins, das Gegenteil sei der Fall: „Es gibt keine ungefährlichere Therapie als die Botulinumtherapie.“ Wie der Generalsekretär erläuterte, lehnen etliche Patienten jedoch aus Angst vor einem toxischen Stoff eine Behandlung mit der „giftigen“ Substanz zugunsten weitaus riskanterer Verfahren ab.

Die Ergebnisse der Studie, die in Berlin von DGÄPC-Präsident Dr. Sven von Saldern und Vorstandsmitglied Dr. Regina Wagner vorgestellt wurden, belegen den deutlichen Trend, Falten wegspritzen zu lassen.  Längst machen nicht nur prominente Persönlichkeiten aus dem Showbusiness von dieser Möglichkeit Gebrauch, sondern das Präparat Botox ist quer durch alle Gesellschaftsschichten zum Synonym für jugendlich faltenfreie Haut geworden. Im Fokus der Studie standen dabei auch geschlechtsspezifische Unterschiede. Als klarer Entwicklungstendenz zeichnete sich ab, dass Männer und Frauen sich in Bezug auf die Häufigkeit ästhetischer Behandlungen immer mehr angleichen.

Im Detail gibt es jedoch deutliche Unterschiede, sowohl in der Altersstruktur als auch bei der Art der Eingriffe. Botulinumtoxin, ein aus einem Bakterium gewonnenes Mittel, wird seit vielen Jahren im kosmetischen Bereich zur Faltenbehandlung eingesetzt. Erst im Jahr 2002 erhielten Botox-Präparate eine Zulassung für diese Indikation. Das in der Chirurgie geschätzte Nervengift Botox wirkt aber offenbar nicht nur an der gewünschten Stelle. Forscher haben Ratten das Toxin unter die Schnurrhaare injiziert und Teile davon im Gehirn gefunden.

Dass Botox von der Stelle der Injektion in andere Teile des Körpers wandern kann, war schon bisher bekannt. Die US-amerikanische Agentur für Lebensmittel- und Medikamentensicherheit (FDA) prüft momentan den Einsatz des Giftes, das meist zu Schönheitszwecken über den Augenbrauen injiziert wird.
(ms)

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