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Hormone bei künstlicher Befruchtung erhöhen Krebsrisiko

Die Hormongaben bei einer Künstlichen Befruchtung wirken sich aktuellen Informationen zufolge drastisch auf den Körper aus. Eine Studie aus den Niederlanden kam zu dem Schluss, dass gewisse Tumore nach einer Hormontherapie häufiger vorkommen.

Hormongabe könnte Wachstum seltener Tumore fördern

Hormongabe könnte Wachstum seltener Tumore fördern

Eine aktuelle Untersuchung zeig, dass das Risiko für bestimmte Tumore durch Hormonverabreichungen bei künstlichen Befruchtungen steigt. Wissenschaftler vom Netherland Cancer Institute in Amsterdam veröffentlichten im Journal „Human Production“ die Ergebnisse ihrer Studie, wonach es ein erhöhtes Risiko für Eierstockkrebs bei einer künstlichen Befruchtung gibt. Diese Stimulation durch Hormone fördere vor allem die sogenannten Borderline-Tumore. Diese sind nicht eindeutig als gut- oder bösartig klassifizierbar.

Allerdings sollten sie deshalb nicht unterschätzt werden. Denn solche Borderline-Tumore bedeuten meist, dass die Eierstöcke entfernt werden müssen. Für Paare mit unerfülltem Kinderwunsch ist eine „Befruchtung im Glas“ oft der letzte Ausweg. Um die dafür notwendige Anzahl an Eizellen zu gewinnen, werden die Eierstöcke durch Hormonspritzen stimuliert.  Die niederländischen Forscher untersuchten dabei 25.152 Frauen, von denen der Großteil mit Hormonen behandelt wurde. Die Kontrollgruppe von 6006 Frauen war zwar auch vermindert fruchtbar, erhielt keine aber keine Hormonbehandlung vor der künstlichen Befruchtung.

In dieser Langzeituntersuchung zeigte sich, dass nach 15 Jahren bei 77 der teilnehmenden Frauen Tumore an den Eierstöcken auftraten. 61 davon hatten sich einer Hormonbehandlung unterzogen, 16 stammten aus der Kontrollgruppe und erhielten keine Hormone. Die Forscher betonen deshalb, dass größere Studien nötig seien, um die Ergebnisse zu untermauern. Zudem sei das Tumorrisiko mit der Zahl der künstlichen Befruchtungen einer Frau oder der verabreichten Hormondosis nicht angestiegen.


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