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Hautkrebs: Solarien schädlicher als gedacht

So manches mal ist die Meinung zu hören, dass der Besuch im Solarium der Haut viel weniger schade – die Sonnenstrahlung sei viel intensiver und damit schädlicher. Doch weit gefehlt, wie Studien jetzt beweisen. Menschen bis 35 Jahre, die regelmäßig ins Solarium gehen, haben ein fast 200 prozentig erhöhtes Risiko, an Hautkrebs zu erkranken.

Hautkrebs: Solarien schädlicher als gedacht

Hautkrebs: Solarien schädlicher als gedacht

Die Rede ist hier vom malignen Melanom, auch als schwarzer Hautkrebs bekannt und als gefährlichste Variante. Regelmäßig heißt auch nicht, dass jemand mehrmals im Monat ins Solarium gehen muss, sondern schon bei einem Besuch pro Monat liegt die Gefahr einer Erkrankung deutlich höher. Wird das über mehrere Jahrzehnte so fortgeführt, dann steigert sich das Risiko sogar um das 2,4fache.

Besonders betroffen sind vom schwarzen Hautkrebs junge Frauen, doch gerade die sind in den Solarien am häufigsten anzutreffen. Der Schönheitsgedanke steht hier scheinbar über allem, denn die Bedenken gegenüber Solarien sind nicht neu. Auch wenn immer wieder verschärfte Kontrollen der Solarien gefordert werden und die bisherigen Kontrollen auch genau durchgeführt werden – die Strahlung ist und bleibt schädlich. Dazu kommt noch, dass sich die Menschen, die ein Solarium aufsuchen, in falscher Sicherheit wiegen. Sie gehen davon aus, dass sie doch schon vorgebräunt seien. Geht es dann in den Urlaub – oder auch nur an den nächsten See – wird auf den Sonnenschutz verzichtet. „Gebräunte Haut kann keinen Sonnenbrand bekommen.“

Doch diese These ist wieder falsch. Denn die Haut wird im Solarium nur oberflächlich gebräunt, die Sonnenstrahlen wirken aber in der Tiefe. Folge: Ein Sonnenbrand tritt trotzdem auf und die Haut wird gleich mehrfach geschädigt. Da sie aber scheinbar ein Gedächtnis hat, rächen sich die kleinen Versäumnisse und großen Fehler früher oder später – mit dem malignen Melanom.

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