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Forscher fordern HPV-Impfung auch für Männer

Bis heute werden nur Frauen mit der HPV-Impfung vor Viren geschützt, die Gebärmutterhalskrebs auslösen. Der Impfstoff gegen Humane Papillomaviren (HPV) kann jedoch nach Ansicht von Wissenschaftlern auch Jungen schützen.

Forscher fordern HPV-Impfung auch für Männer
Forscher fordern HPV-Impfung auch für Männer

Humane Papillomaviren können Gebärmutterhalskrebs auslösen. Doch Wissenschaftlern zufolge haben sie auch Einfluss auf die Entstehung anderer bösartiger Tumore. Davon berichtet aktuell die Pathologin Margaret Stanley von der britischen Universität Cambridge im Fachjournal „Nature“. „Man vermutet, dass sie der Haupterreger von fünf Prozent aller menschlichen Krebserkrankungen sind.“ Auch für Jungen und Männer seien die Erreger gefährlich, meint Stanley.

HPV-Impfung auch für Männer?

Die Viren seien der australischen Wissenschaftlerin zufolge auch auch die Hauptursache für Anal-, Mandel- und Zungenkrebs, schreibt Stanley. Außerdem hätten sie oft wesentlichen Anteil an der Entstehung bösartiger Tumore an Penis und Kehlkopf. Daher fordern einige Forscher, dass auch Jungen die HPV-Impfung erhalten. Mädchen werden heute immer häufiger auf HPV getestet und dagegen geimpft.

HPV-Impfung zur Ausrottung der Viren

„Wenn wir wirklich die Viren in einem vorhersehbaren Zeitraum drastisch reduzieren oder ausrotten wollen, können wir das nur, wenn beide Geschlechter geimpft werden“, sagt der Medizin-Nobelpreisträger Harald zur Hausen vom Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg laut Focus Online. Hausen hatte vor vier Jahren enteckt, dass Papillomaviren Gebärmutterhalskrebs verursachen können und dafür den Nobelpreis erhalten.

 

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