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Kinder-Frühstücksflocken enthalten mindestens 30 Prozent Zucker

Marmelade, Schokocreme, süße Cornflakes: Damit ist das Frühstück in vielen Familien die ungesundeste Mahlzeit des Tages. Die Verbraucherorganisation „foodwatch“ beklagt aktuell: Frühstücksflocken, die für Kinder vermarktet werden, seien fast ausnahmslos überzuckert und erfüllten nicht die Ansprüche an ein kindgerechtes Frühstück.

Frühstücksflocken für Kinder enthalten mindestens 30 Prozent Zucker

Frühstücksflocken für Kinder enthalten mindestens 30 Prozent Zucker.

Das Frühstück als wichtigste Mahlzeit des Tages muss Federn lassen: Denn mit sehr süßen Produkten wie Marmelade, Honig, Nussnougatcreme und Frühstücksflocken ist es vielfach auch die ungesundeste Mahlzeit des Tages. Gerade Frühstücksflocken, die für Kinder vermarktet werden, sind fast ausnahmslos überzuckert und erfüllen nicht die Ansprüche an ein kindgerechtes Frühstück. Das zeigt ein Marktcheck von foodwatch. Die Verbraucherorganisation hat 143 Produkte unter die Lupe genommen, die in Aufmachung und Werbung gezielt Kinder ansprechen.

Das Ergebnis: In jeder zweiten Packung stecken mindestens 30 Prozent Zucker. Vier von fünf Produkten haben einen Zuckergehalt von mehr als 20 Prozent. Nur knapp sechs Prozent weisen einen Zuckergehalt von unter zehn Prozent auf. Die beliebten Smacks von Kellogg’s zum Beispiel enthalten 43 Gramm Zucker. „Unser Marktcheck zeigt: Frühstücksflocken für Kinder sind in der Regel schlicht Süßigkeiten mit Müsli-Anstrich“, sagt Oliver Huizinga von foodwatch. „Aus einem eigentlich ausgewogenen Produkt – Getreideflocken – hat die Industrie ein billiges Gemisch aus Mehlpampe und Zucker gemacht, mit dem Kinder schon am Frühstückstisch auf den süßen Geschmack geprägt werden.“

Offenbar sind die scheinbar gesunden ‚Cerealien‘ für Kinder zuckerreicher als Kuchen oder Schokokekse. Damit sorgt bereits das Frühstück für eine hohe Aufnahme an Zucker und das schlägt sich direkt auf das Gewicht nieder. In Deutschland gelten bereits 15 Prozent der Kinder als zu dick, 6 Prozent sogar als fettleibig (adipös). foodwatch fordert deshalb klare gesetzliche Mindestanforderungen für Kinder-Frühstücksflocken. Es solle demnach eine Zuckergrenze geben, damit Zuckerbomben aus den Regalen der Supermärkte verschwinden. Hersteller behaupten dabei sogar unverhohlen, dass die Frühstücksflocken „ein vollwertiger Start in den Tag“ seien.

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