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Zusammenhang zwischen Schlafstörungen und Alzheimer entdeckt

Offenbar gibt es eine Verbindung zwischen Alzheimer und Schlafstörungen. Das zeigt eine aktuelle Querschnittsstudie, die jetzt im Fachjournal JAMA Neurology (2013. doi:10.1001/jamaneurol.2013.4258) veröffentlicht wurde. Dabei kommen Forscher zum Schluss, dass Senioren mit Schlafstörungen vermehrt Ablagerungen von sogenannten Beta-Amyloiden im Gehirn aufweisen.

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Verbindung zwischen zu wenig Schlaf und Alzheimer. Foto: Dreamstime

Adam Spira von der Johns Hopkins Bloomberg School of Public Health in Baltimore beruft sich dabei auf mehrere epidemiologische Studien, in denen Schlafstörungen mit Demenzerkrankungen und Alzheimer verbunden waren. Die aktuelle Querschnittsstudie von Spira kann bisherige Ergebnisse untermauern, wonach es eine deutliche Verbindung gibt zwischen Alzheimer und Schlaf. Die Ergebnisse seiner Untersuchung wurden im Fachjournal JAMA Neurology veröffentlicht.

Das Team untersuchte 70 Teilnehmer der Baltimore Longitudinal Study of Aging, die im Durchschnittsalter von 78 Jahren genauer untersucht wurden. Bei jedem dritten konnten vermehrte Beta-Amyloid-Ablagerungen im Gehirn festegestellt werden. Sie stehen unter Verdacht, Alzheimer auszulösen. Offenbar litten die betroffenen Senioren an Schlafstörungen.

Auch wenn es einen Zusammenhang gibt, so gibt es keinen Beweis, dass die Schlafstörungen als Ursache gelten könnten. Es bleibt denkbar, dass die Ablagerungen Ursache der Schlafstörungen sind und nicht deren Folge. Es könnte aber auch sein, dass ein gesunder Schlaf die Erkrankung günstig beeinflusst.

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