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Unabhängig trotz Herzerkrankung – Schulungen zur Gerinnungsselbstkontrolle in der Frankenklinik

Die Frankenklinik Bad Neustadt, Rehabilitationszentrum für Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems, der Gefäße und des Stoffwechsels, bietet regelmäßig Schulungen zur Gerinnungsselbstkontrolle an. Für die Anmeldung und für weitere Informationen können sich Interessierte an die Frankenklinik unter Telefon 09771/67-3602 oder per E-Mail an ca@frankenklinik-bad-neustadt.de wenden.

Ein Schnitt in den Finger und schon kommt das Blut, das aber nach kurzer Zeit gerinnt und die Wunde verschließt. Die Natur hat diesen Effekt als Schutzmechanismus eingerichtet. Doch bei bestimmten Erkrankungen bewirkt er das Gegenteil, wenn Blut im Gefäßsystem gerinnt. Die Folgen können ein Gefäßverschluss oder eine lebensbedrohliche Embolie sein.

Um dieses Risiko beispielsweise nach dem Einsatz künstlicher Herzklappen oder bei Vorhofflimmern zu verringern, muss die Blutgerinnung durch Medikamente gehemmt werden. Der Gerinnungswert des Blutes muss dabei regelmäßig überwacht werden, um gegebenenfalls die Dosierung der Medikamente anzupassen.

Lange wurde die Kontrolle ausschließlich vom Arzt durchgeführt. Seit einigen Jahren nutzen immer mehr Patienten die Möglichkeit, ihren Gerinnungswert selbst zu überprüfen. Möglich wird dies durch kleine, transportable Geräte, mit denen anhand eines Teststreifens der Gerinnungswert gemessen und damit die notwendige Dosierung gerinnungshemmender Medikamente festgelegt wird. Parallel werden die Patienten durch den Hausarzt oder Kardiologen weiter betreut.

„Die Patienten sind unabhängiger, auch längere Auslandsaufenthalte sind problemlos möglich. Untersuchungen zeigen, dass das Gerinnungsselbstmanagement wesentlich zu einer höheren Lebensqualität beiträgt“, erläutert Dr. Sieglinde Spörl-Dönch, Chefärztin der Frankenklinik. „Die Schulung zeigt, was es mit dem so genannten Quick- / INR-Wert auf sich hat, wie das Gerinnungsselbstmanagement funktioniert und worauf dabei besonders zu achten ist.“ Die Schulungskosten werden in der Regel von der Krankenkasse übernommen.

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