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Kommunikation und Genderaspekte im Gesundheitswesen

Unter den jetzt in Düsseldorf vorgestellten Siegern im Wettbewerb „IuK & Gender Med.NRW“ sind vier Aachener Projekte, bei denen die RWTH die Koordination inne hat oder beteiligt ist. Damit gehören sie zu den 25 erfolgreichen Projekten, die eine unabhängi¬ge Jury aus 105 Bewerbungen ermittelte. Der Wettbewerb wurde vom Gesundheitsministerium des Landes NRW ausgeschrieben und umfasst die Themenfelder „Informations- und Kommunikationstechnologien im Gesundheitswesen“ sowie „Geschlechtergerechtes Gesundheitswesen“. Die Gewinnerinnen und Gewinner stammen aus allen Gesundheitsregi¬onen Nordrhein-Westfalens und werden in die regionale Vernetzung eingebunden sowie durch das Strategiezentrum Gesundheit Nordrhein-Westfalen unterstützt.

Gender-Gewaltkonzept – Genderspezifische Erfassung und Versorgung von Patientinnen und Patienten nach Gewalterfahrung in der Städteregion Aachen

Unter der Leitung von Univ.-Prof. Dr.rer.soc. Ute Habel und der Gender AG des Universitätsklinikums Aachen wird sich dieses Projekt den Auswirkungen von Gewalterfahrungen auf die Gesundheit von Frauen und Männern widmen. Solche Erlebnisse bergen ein hohes Risiko für somatisch-psychische Störungen und sozio-ökonomischen Belastungen. Ziel des Projekts ist es, die möglicherweise unterschiedlichen Versorgungsbedürfnisse zu identifizieren, um entsprechend geschlechtergerechte Beratungs- und Behandlungsmaßnahmen einzuleiten.

Zu den geplanten Maßnahmen gehört auch die Einrichtung einer Beratungsstelle. Das Projekt wurde in enger Kooperation mit dem Verein „Frauen helfen Frauen“ sowie weiteren Instituten und Kliniken des Uniklinikums erstellt und ist Teil von JARA-BRAIN, der Jülich Aachen Research Alliance.

PaDoMo – Palliative Doc Mobile

Für die optimale Betreuung Schwerstkranker ist eine jederzeit verfügbare und vollständige Krankengeschichte mit allen Basis- und Verlaufsinformationen notwendig. Ziel von Palliative Doc Mobile (PaDoMo) ist es, die Entwicklung einer übertragbaren informationstechnologischen Basisinfrastruktur zur einrichtungsübergreifenden Dokumentation und Kommunikation im Palliativ-Kontext zu entwickeln.

Die Projektkoordination hat die Healthcare IT-Solutions GmbH inne, die Palliatiativmedizin des Universitätsklinikums Aachen gehört zu den Partnern.

TIM – Geschlechtergerechte Versorgung in der Intensivmedizin durch telemedizinische Integration dezentraler Krankenhäuser

TIM ist das deutschlandweit erste geschlechtergerechte telemedizinische Projekt in der Intensivmedizin. Ziel ist die Entwicklung einer innovativen telemedizinischen Plattform, um die hochspezialisierte, universitäre Intensivmedizin in gleicher Qualität in die Fläche zu bringen. Ein weiteres Projektziel ist ferner die Analyse und Optimierung geschlechtsspezifischer Unterschiede im Umgang mit der IT-Bedien-oberfläche. Unter der Leitung von Univ.-Prof. Dr. med. Gernot Marx, Direktor der Klinik für Operative Intensiv Erwachsene, wollen Intensivmediziner und Technologiepartner die bestehende Lücke zwischen Telemedizin in der Forschung und der klinischen Praxis schließen.

RhePort 21: Neue Chancen für eine bessere Rheumaversorgung im 21. Jahrhundert

Von den rund 100 rheumatischen Krankheitsbildern sind vor allem Frauen betroffen. Das Projekt RhePort 21 hat sich das Ziel gesetzt, unter Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologien und Bildung eines sektorübergreifenden Netzwerkes die Effektivität und Effizienz der rheumatolo¬gischen Versorgung zu verbessern. Hierdurch soll eine frühzeitige Diagnose und Therapie rheumatologischer Krankheiten ermöglicht und Schäden am Bewegungssystem der Betroffenen vermindert werden.

Die Umsetzung findet zunächst in Aachen und der Städteregion sowie den angrenzenden Kreisen Düren, Heinsberg und Mönchengladbach unter der Leitung der Aachener Franziskus Klinken statt. Als Projektpartner fungiert unter anderem das Forschungsinstitut für

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