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Das Motto des diesjährigen Darmkrebsmonat März: Familie und Verantwortung

Der März ist der Aktionsmonat gegen Darmkrebs – und das bereits zum zehnten Mal. Dieses Jahr mit besonders prominenter Unterstützung: Unter der Schirmherrschaft von Familienministerin Dr. Kristina Schröder liegt der Schwerpunkt der Öffentlichkeitsarbeit in der Aufklärung der Bevölkerung über das familiäre Risiko für Darmkrebs. Den Rahmen für den Aktionsmonat bildet die humorvolle Werbekampagne der Felix Burda Stiftung „Wenn es um Darmkrebs geht hört bei mir der Spaß auf“.

Neu zum März: Speziell für Betroffene bietet die komplett-überarbeitete darmkrebs.de – Website Antworten auf alle Fragen. Den festlichen Abschluss des bundesweiten Aktionsmonats bildet der Felix Burda Award, der am 10. April 2011 Menschen für ihr Engagement im Bereich der Darmkrebsvorsorge auszeichnet.

Vier Millionen familiär Betroffene
Mehr als vier Millionen Menschen in Deutschland haben ein familiäres Risiko an Darmkrebs zu erkranken. Die Betroffenen erkranken häufiger und vor allem früher. Das hat zur Folge, dass die Vorsorgemaßnahmen ab 50 bzw. 55 meist zu spät kommen. Der Fokus des diesjährigen Darmkrebsmonat März liegt daher auf dieser Gruppe von Menschen, in deren Familien Darmkrebs gehäuft vorkommt.

„Die Menschen müssen wissen, dass sie selbstverantwortlich etwas für ihre Gesundheit tun müssen und auch können. Darmkrebs muss heute niemand bekommen. Das gilt auch für familiäre Risikopatienten“, erklärt Dr. Christa Maar, Vorstand und Gründerin der Felix Burda Stiftung. „Wer mit seinen Familienmitgliedern offen über Erkrankungen spricht und weiß, welche Risikofaktoren bestehen, der kann seinen Arzt informieren und dann gezielt vorsorgen. Das müssen die Menschen aber erst einmal wissen. Vor zehn Jahren hat niemand über dieses Thema aufgeklärt. Wäre ich damals aufmerksam gemacht worden, dass ein Risiko für Darmkrebs in der Familie besteht, wäre mein Sohn Felix rechtzeitig zur Vorsorge gegangen und würde heute noch leben.“

Darmkrebs.de – die Nummer 1 der Patientenwebsites zu Darmkrebs, Vorsorge und Früherkennung
Pünktlich zum Darmkrebsmonat erscheint die Patientenwebsite darmkrebs.de in neuem Look. Die verbesserte Struktur bietet Informationen über die Erkrankung, über international aktuelle Therapiemöglichkeiten, zeigt Chancen der Heilung auf, informiert darüber, wo es die besten Ärzte gibt und wie man sich gesund ernähren sollte. Neben den ausführlichen und für Laien verständlichen Informationen können sich Betroffene im „Forum“ über ihre Erfahrungen mit der Erkrankung austauschen.

Reise durch den Darm.
FASZINATION DARM, das größte begehbare Darmmodell Europas, nimmt seine Besucher wieder mit auf eine spannende und informative Reise durch den menschlichen Darm. Aktuelle Veranstaltungstermine finden Sie hier: www.faszination-darm.de/termine
Auch zahlreiche Gesundheitsorganisationen, Unternehmen, Städte und Kliniken nehmen das Thema des familiären Risikos bei Darmkrebs auf und engagieren sich mit eigenen Veranstaltungen, Aufklärungskampagnen und betrieblichen Vorsorgeaktionen.

Aufklärung über Darmkrebs und Vorsorge wirkt.
Mehr als 4,3 Millionen Menschen sind bisher zur Vorsorge gegangen. Das Ergebnis bis heute: 100.000 Menschen ist die Erkrankung an Darmkrebs erspart geblieben und 50.000, die den Krebs schon hatten, wurden durch Früherkennung dauerhaft geheilt.

„Diese neuen Zahlen des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) sind ein toller Beleg dafür, dass sich das Engagement der Felix Burda Stiftung, der zahlreichen Partner, Gesundheitsorganisationen und die ausführliche Berichterstattung der Medien während der letzten 10 Jahre für die Menschen in Deutschland lohnt“, bestätigt Maar. „Die Zahlen zeigen uns aber auch, dass man noch nicht alle Menschen mit dem Thema erreicht hat. Das wollen wir ändern und hierfür ist auch die Politik gefordert. Ein bundesweites Einladungsverfahren für alle Menschen ab 55 sowie ein angepasstes Vorsorgesystem für Risikopatienten würde noch mehr Menschen auf das Thema aufmerksam machen, die Screeningraten deutlich erhöhen und die Todesfälle weiter reduzieren. Das muss unser Ziel für die nächsten Jahre sein.“

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