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Generationenwechsel erfordert mehr Teilhabe in Alten- und Pflegeheimen

In den kommenden Jahren wird ein Generationenwechsel in den Alten- und Pflegeheimen stattfinden. „Im Vergleich zur Kriegsgeneration wird die sogenannte 68er-Generation ihr Recht auf Selbstbestimmung und Teilhabe vehementer einfordern. Sie wird nur bereit sein, eine stationäre Versorgung zu akzeptieren, wenn diese Grundrechte umgesetzt werden“, sagt Dr. Peter Michell-Auli, Geschäftsführer des Kuratorium Deutsche Altershilfe (KDA).

Die KDA-Quartiershäuser setzen aus vielen Einzelansätzen die Aspekte um, die ein selbstbestimmtes Leben in stationärer Pflege ermöglichen. Zusätzlich beteiligen sich die Bewohner am Leben außerhalb des Heims. „Die künftige Entwicklung in der Pflege älterer Menschen in Einrichtungen ist klar: Die Häuser müssen kleiner und stadtteilbezogen sein, also eingebettet in den örtlichen Sozialraum“, sagt Franz Josef Stoffer, Geschäftsführer der Caritas Betriebs und Trägergesellschaft mbH (CBT).

Die KDA-Quartiershäuser bieten dafür drei Säulen: das Leben in Privatheit, in Gemeinschaft und im Quartier, also dem Stadtteil, Kiez oder Dorf. Das Leben in Privatheit findet in Appartements statt, die Einzelzimmer ersetzen. Eine eigene Klingel und ein Briefkasten zeigen, dass sie der persönliche Rückzugsraum des Bewohners sind. Sie verfügen über ein Zimmer und eine kleine Pantryküche, in der die Menschen Kaffee kochen, mitgebrachte Speisen erwärmen oder selbst zubereiten können wie zuvor Zuhause. Für ein Leben in Gemeinschaft sorgen große Wohnküchen. Tagsüber ist immer jemand zugegen. „Hier entstehen familienähnliche Beziehungen“, erklärt Christine Sowinski, Leiterin des Bereichs Beratung von Einrichtungen und Diensten. Am öffentlichen Leben nehmen die Bewohner der KDA-Quartiershäuser ebenfalls teil. „Sie nutzen Angebote im Quartier oder aber die Einrichtung bietet selbst Veranstaltungen für alle Bürger des Quartiers an“, erklärt Sowinski. Durch diese eigenen Veranstaltungen für alle Bürger integrieren sich die Quartiershäuser ins öffentliche Leben.

„Die Prinzipien der Quartiershäuser sind in der Praxis realisierbar und wurden in Einrichtungen der CBT teilweise bereits umgesetzt“, sagt CBT-Geschäftsführer Stoffer. „Teilhabe der Menschen in den Häusern und Partizipation der Bürger außerhalb – für mich liegt in diesem Konzept die Zukunft.“

Weitere Informationen zum Thema: Kostenloser Download der Artikel „Akteure im Quartier. Füreinander und miteinander“ und „Eigener Herd ist Goldes Wert. Das Appartement im KDA-Quartiershaus der 5. Generation“, erschienen im KDA-Magazin Pro Alter (Ausgaben November/Dezember 2010 und März/April 2011) unter www.kda.de

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