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Ibuprofen: Der Alleskönner unter den Schmerzmitteln?

Es ist eines der beliebtesten Schmerzmittel, das in keinem Haushalt fehlen darf: Ibuprofen ist zwar noch ein recht junger Wirkstoff, doch er nimmt neben den Wirkstoffen Acetylsalicylsäure und Paracetamol einen festen Platz in der Liste der schmerzstillenden Mittel ein. Ursprünglich in den 1950-er Jahren entwickelt, weil man auf der Suche nach einer wirksamen, aber nebenwirkungsarmen Substanz zur Behandlung von Arthritis war, geriet der Wirkstoff schnell auch durch seine entzündungshemmende Komponente in den Mittelpunkt des Interesses. Auch deshalb wird Ibuprofen heute bei leichten mit mittleren Schmerzen des Bewegungsapparats und der Muskeln eingesetzt, hinzu kommen Spannungskopfschmerzen, Migräne, Zahnschmerzen, Mandel- und Mittelohrentzündungen, Sportverletzungen und Regelschmerzen. So wirksam und beliebt das Medikament aber ist, so sehr muss man doch die Nebenwirkungen von Ibuprofen kennen und einschätzen können.

Die wichtigsten Nebenwirkungen betreffen den gesamten Magen-Darm-Trakt. Hier können Beschwerden wie Sodbrennen, Übelkeit und Durchfall die Folge einer Einnahme sein. Wird Ibuprofen über einen längeren Zeitraum in höherer Dosis eingenommen, können die Begleiterscheinungen durchaus schwerwiegend werden und sich in Blutungen des Magen-Darm-Trakts, in Magengeschwüren oder in Magenschleimhautentzündungen bemerkbar machen. Ganz auf die Einnahme verzichten sollte, wer unter chronischen Darmerkrankungen wie Morbus Crohn leidet, hier gilt der Wirkstoff als auslösend für weitere Krankheitsschübe.

Ebenfalls Abstand nehmen von einer Einnahme sollte man bei Vorschäden an Leber und Niere, denn Ibuprofen wird maßgeblich über diese beiden Organe ausgeschieden. Ibuprofen wird als Monopräparat oder als Bestandteil von Kombinationspräparaten eingesetzt. In der Kombination mit Paracetamol und Koffein gilt es bei Spannungskopfschmerzen und bei Migräne als sehr wirksam, bei anderen Indikationen werden Kombinationspräparate eher skeptisch betrachtet.

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