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Sucht- und Drogenprävention in Diskotheken

Ob Ecstasy, Marihuana oder Kokain – in Diskotheken werden Drogen besonders häufig gehandelt und konsumiert. Aber wie lässt sich dieses Problem in einem Club eindämmen?

Die Betreiber stehen in der Verantwortung. Mit Einlasskontrollen und aufmerksamen Türstehern können sie schon viel erreichen. Immer mehr, immer billiger: Alleine im vergangenen Jahr wurden weltweit über 100 neue Rauschmittel gemeldet, heißt es vom Büro der Vereinten Nationen für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC). Meist handelt es sich um billig produzierte synthetische Drogen aus Indien und China, die von Dealern in Diskotheken für wenige Euros verkauft werden. Die niedrigen Preise machen die teils lebensgefährlichen Rauschmittel attraktiv – gerade für Jüngere oder Disco-Besucher, die noch wenig Erfahrung mit Drogen haben. Umso wichtiger ist daher, dass die Party-Betreiber dem Drogenkonsum in ihrem Haus keine Chance geben.

Sucht- und Drogenprävention in Diskotheken

Sucht- und Drogenprävention in Diskotheken

Ein wichtiges Standbein sind dabei Einlasskontrollen und Türsteher, die für das Thema entsprechend sensibilisiert sind. Durch Kontrollen am Eingang können stark Betrunkene und Personen, die wegen ihres Verhaltens oder Drogenhandels bereits Hausverbot haben, abgewiesen werden. Außerdem kann die Gesichtskontrolle am Anfang helfen, Feiernden unter Drogeneinfluss den Eintritt zu verwehren. Zum Beispiel, wenn die Pupillen eines Besuchers stark geweitet sind, er benommen oder verwirrt wirkt, kann das eine Folge von Drogen oder übermäßigen Alkoholkonsum sein. In so einem Fall ist es auch im Sinne des Betroffenen, ihn nach Hause zu schicken.

Eine gute Hilfe können auch bunte, auffallende Einlassbänder sein. Dank ihnen können Türsteher und Mitarbeiter schwarze Schafe ausfindig machen, also jene, die sich über einen versteckten Hintereingang Zugang verschafft haben. Sei es, weil sie am Eingang abgewiesen wurden oder verdeckt Drogen verkaufen wollen. Ohne Einlassbänder fallen diese unerwünschten Gäste in der Menge leichter auf.

Ob Türsteher oder Thekenpersonal – für eine effiziente Anti-Drogen-Politik spielen die Mitarbeiter eine elementare Rolle. Sie alle brauchen ein wachsames Auge und ein offenes Ohr für die Feiernden. Denn oft es die Putzkraft vor dem Toilettenraum oder der Kellner an der Bar, der es zuerst sieht oder hört, wenn sich Auffälliges abspielt. Sei es, dass Frauen von Betrunkenen belästigt werden oder jemand mit Drogen dealt. Dann können sie direkt eingreifen oder Hilfe holen. Gut geschulte Mitarbeiter und eine strenge Einlasskontrolle mit Einlassbändern liefern zusammen einen wertvollen Beitrag zu einer nachhaltigen No-drugs Politik.

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