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Dysphagie: Behandlung duldet keinen Aufschub

Bei einer Dysphagie handelt es sich vereinfacht gesagt um eine Schluckstörung, die sehr verschiedene Ursachen haben kann. Die Erkrankung ist meist schmerzhaft, sie kann mit einem Druckgefühl im Mund- und Rachenraum verbunden sein. Da die Krankheit in Kombination mit sehr vielen verschiedenen Beschwerden auftreten kann, ist eine Diagnose nicht immer ganz zweifelsfrei zu stellen. Um die unangenehmen und teilweise dauerhaften Beschwerden zu lindern, geht die moderne Medizin heute recht unterschiedliche Wege. Sie hängen maßgeblich von den Ursachen der Erkrankung ab.

Dysphagie: Behandlung duldet keinen Aufschub

Dysphagie: Behandlung duldet keinen Aufschub

Zu den häufigsten Ursachen der Dysphagie gehören anatomische Fehlbildungen, Erkrankungen des Nervensystems, Tollwut, traumatische Ursachen, psychogene Ursachen, Erkrankungen im Mund- und Rachenraum oder eine Krebserkrankung. Symptomatisch für die Erkrankung sind Schmerzen, die während des Schluckens auftreten. Die Schmerzen können lokal auftreten, sie können aber auch in angrenzende Körperpartien ausstrahlen. Insbesondere Schmerzen in den Schultern sind häufig zu beobachten. Sie werden auch verursacht durch eine Anspannung des gesamten Oberkörpers, wenn während des Schluckvorgangs diffuse Schmerzen auftreten. Ein reduziertes Durstempfinden ist bei manchen Patienten ebenso zu beobachten. Dies kann psychisch bedingt sein, weil jeder Schluckvorgang wiederum zu Schmerzen führen kann.

Eine erfolgreiche Therapie muss sich nach der ursächlichen Erkrankung richten. Um dauerhafte Komplikationen zu vermeiden, ist eine Behandlung unbedingt erforderlich. Sonst steigt die Gefahr, sich an Nahrung oder Flüssigkeit zu verschlucken, im schlimmsten Fall droht Erstickungsgefahr. So können Schadstoffe bis in tiefe Lungenregionen gelangen, die dort Folgeschäden anrichten können. Selbst das Risiko eines Schlaganfalls steigt um bis zu 20 Prozent, wenn der Schluckvorgang beeinträchtigt wird. Sofern die Nahrungsmittelaufnahme durch die Schluckbeschwerden gestört wird, kann es zu einer Mangelernährung kommen und grade bei älteren Menschen können gravierende Störungen der Körperfunktionen die Folge sein.

Die Dysphagie Behandlung sollte genau auf die ursächliche Krankheit abgestimmt sein. Mit einer nasogastralen Sonde kann die verweigerte Nahrung zugeführt werden, sofern der Patient sich auf dem oralen Weg nicht mehr ernähren kann. Die Einführung einer Magensonde ist dann unausweichlich. In der Regel werden erfahrene Mediziner versuchen, andere therapeutische Interventionen zum Ansatz zu bringen. Selbst eine Sprach- und Schlucktherapie kann angebracht sein, um den Aufbau der Schutzreflexe beim Würgen, Husten und Schlucken anzureizen und um dadurch wieder ein ungestörtes Schlucken zu ermöglichen. Welche Therapie den optimalen Behandlungserfolg verspricht, wird ein Fachmediziner nach einer sorgfältigen Diagnose feststellen.

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