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Bauchspeicheldrüsenentzündung Pankreatitis

Bauchspeicheldrüsenentzündung (Pankreatitis)

Die Bauchspeicheldrüsenentzündung Pankreatitis kann chronisch oder akut verlaufen. Bei der Bauchspeicheldrüse handelt es sich um eine große Drüse im Oberbauch, die Verdauungssäfte produziert, die in den Zwölffingerdarm gelangen. Diese Enzyme dienen der Zerkleinerung von Eiweißen, Fetten und Kohlenhydraten, die sich in der Nahrung befinden. Zusätzlich schüttet die Bauchspeicheldrüse Insulin und Glukagon zur Regulierung des Blutzuckerspiegels aus. Die akute Bauchspeicheldrüsenentzündung verläuft sehr schmerzhaft und kann lebensbedrohlich sein. Eine chronische Bauchspeicheldrüsenentzündung liegt vor, wenn sich die Bauchspeicheldrüse immer wieder entzündet. Dabei sterben die Drüsenzellen mit der Zeit ab, Narbengewebe bildet sich. Die Folge einer Bauchspeicheldrüsenentzündung kann Diabetes mellitus sein, da die Bauchspeicheldrüse immer weniger Insulin produziert. Bei einer chronischen Bauchspeicheldrüsenentzündung ist Gewichtsverlust die Folge, da die Betroffenen immer weniger Nährstoffe und Vitamine zu sich nehmen.

Ursachen
Die akute Bauchspeicheldrüsenentzündung wird häufig durch eingeklemmte Gallensteine verursacht, da die Gallensäfte nicht mehr abfließen können und die Bauchspeicheldrüse selbst zu verdauen beginnt. Eine weitere Ursache ist exzessiver Alkoholgenuss. In seltenen Fällen sind Infektionen, Medikamente oder Fehlbildungen der Pankreasgänge die Ursache. Eine chronische Bauchspeicheldrüsenentzündung entsteht in den meisten Fällen durch chronischen Alkoholkonsum. Zumeist tritt sie zwischen dem 45. und 54. Lebensjahr auf. Weitere Ursachen können Medikamente, eine Überfunktion der Nebenschilddrüsen oder Gallensteine sein.

Bauchspeicheldrüsenentzündung Symptome
Bei der akuten Bauchspeicheldrüsenentzuendung Pankreatitis kommt es zu kolikartigen Schmerzen im Oberbauch, die bis in den Rücken ausstrahlen. Die Erkrankung kann von Übelkeit, Fieber und Erbrechen begleitet werden und in einigen Fällen mit einem Schock einhergehen.
Bei der chronischen Bauchspeicheldrüsenentzündung kommt es ebenfalls zu Schmerzen im Oberbauch, die bis in den Rücken spürbar sind, doch sie sind nicht kolikartig. Es kann zu Durchfall und Blähungen kommen. Nach dem Genuss fettreicher Speisen verspüren die Patienten Völlegefühl.

Diagnose
Anhand der charakteristischen Beschwerden kann der Arzt oft bereits die Diagnose stellen. Für eine endgültige Diagnose werden Blut- und Stuhluntersuchungen vorgenommen. Verschiedene Tests wie der Pankreolauryl-Test und der Sekretin-Pankreozymin-Test liefern erst im Spätstadium aufschlussreiche Werte. Zusätzlich kann eine Ultraschalluntersuchung, eine Computertomographie oder eine Kernspintomographie vorgenommen werden.

Bauchspeicheldrüsenentzündung Therapie
Die akute Bauchspeicheldrüsenentzuendung Pankreatitis muss im Krankenhaus behandelt werden, da sie lebensbedrohlich ist. Die Patienten erhalten Infusionen, da sie über einige Zeit keine Nahrung zu sich nehmen dürfen. Zusätzlich können Antibiotika verordnet werden. Bei der chronischen Bauchspeicheldrüsenentzündung ist der Verzicht auf Alkohol und Zigaretten unerlässlich. Die Patienten sollte ihre Ernährung umstellen. Eine Insulintherapie kann erforderlich werden. Mit einer Spiegelung kann Flüssigkeit abgesaugt werden. Ist bereits Bauchspeicheldrüsengewebe zerstört, so ist eine Operation erforderlich, um es zu entfernen.

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