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Borreliose

Borreliose

Die Borreliose wird in den meisten Fällen durch Zeckenbisse übertragen und ist eine Infektionskrankheit. Im europäischen Raum ist etwa jede fünfte Zecke mit Borrelien infiziert, die bei einem Biss auf den Menschen übertragen werden. In Deutschland erkranken jährlich etwa 60.000 Menschen. Die Infektion tritt im Zeitraum von März bis Oktober auf, vor allem in den Sommermonaten. Die Erkrankung ist nicht mit der Frühsommer-Meningitis FSME zu verwechseln, gegen die eine Impfung schützen kann. Gegen die Infektion mit Borrelien sind bislang noch keine Impfstoffe verfügbar.

Borreliose-Ursachen
Bei einem Zeckenstich können die Borrelien auf den Menschen übertragen werden. Die Zecken nehmen diese Bakterien bei einer Blutmahlzeit von kleinen Nagern oder Vögeln auf. Die Zecken, die im hohen Gras oder auf Sträuchern leben, können sich beim Menschen an jeder Körperstelle festbeißen, bevorzugt jedoch an den Achseln und in der Schamregion. Mit ihrem Saugmechanismus dringen sie in die Haut ein und geben ihren Speichel in die Wunde ab. Der Zeckenbiss wird häufig nicht bemerkt, da im Speichel der Zecken schmerz- und gerinnungshemmende Substanzen enthalten sind. Am Ende einer Blutmahlzeit sondert die Zecke Magenreste, in denen Borrelien enthalten sein können, in die Wunde ab, es kommt zur Infektion. In seltenen Fällen kann die Borreliose durch Stiche anderer Insekten auf den Menschen übertragen werden.

Borreliose-Symptome
Die Infektion mit Borrelien ist durch vielfältige Symptome gekennzeichnet. Sie kann jedoch völlig beschwerdefrei verlaufen. Der Krankheitsverlauf wird in drei Stadien unterteilt. In jedem Stadium kann die Erkrankung spontan ausheilen. Im ersten Stadium kann an der Einstichstelle ein roter Fleck entstehen, der sich vergrößert und in der Mitte blass gefärbt ist. Fieber, Kopf- und Muskelschmerzen, Bindehautentzündung und Lymphknotenschwellungen können auftreten. Im zweiten Stadium kommt es zu brennenden Nervenschmerzen, Lymphknotenschwellungen, Gefühlsstörungen und Lähmungen. Eine Herzmuskel- oder Herzbeutelentzündung kann auftreten.
Im dritten Stadium kommt es zu Gelenkentzündungen, die jedoch wieder abklingen, sowie zu blaurot verfärbten Schwellungen der Haut. Dieses Stadium kann nach mehreren Monaten oder Jahren auftreten.

Diagnose
Um eine Borreliose festzustellen, untersucht der Arzt die Einstichstelle auf der Haut. Um Antikörper nachzuweisen, ist eine Blutuntersuchung erforderlich. Zusätzlich kann eine Untersuchung der Rückenmarksflüssigkeit vorgenommen werden, wenn Lähmungen oder Nervenschmerzen auftreten.

Borreliose-Therapie
Eine Borreliose kann ohne Behandlung und ohne Folgeschäden ausheilen. Um mögliche Folgeschäden zu vermeiden oder zu vermindern, kann eine Therapie mit Antibiotika erfolgen.

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