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Bulimie (Magersucht)

Bulimie (Magersucht)

Die Bulimie gehört zu den häufigsten Essstörungen. Große Mengen an kalorienreicher Nahrung werden anfallsartig in kurzer Zeit verschlungen und dann wieder erbrochen. Das Erbrechen wird auf künstliche Weise herbeigeführt. Die Betroffenen nehmen oft Abführmittel oder Appetitszügler ein. Hungerphasen und Heißhungerattacken wechseln sich bei der Erkrankung, die eine Sucht darstellt, ab. Vor allem Frauen im Alter zwischen 18 und 30 Jahren, aber auch junge Männer sind betroffen. Der Lebensinhalt wird durch das Essen bestimmt. Die Erkrankung ist durch die Angst, zuzunehmen, gekennzeichnet.Bulemie-Ursachen
Die genauen Ursachen der Magersucht sind noch nicht erforscht. Die Erkrankung ist durch psychische, neurologische und soziale Faktoren geprägt. Bei der Bulimie spielen verschiedene Störungen eine Rolle. Störungen des Körperschemas, eine gestörte Identität, ein gestörtes Selbstbewusstsein, familiäre Verhaltensmuster, neurologische Störungen und kulturelle Einflüsse spielen eine Rolle.Bulemie-Symptome
Die Bulimie ist durch Essanfälle, die in unregelmäßigen Abständen auftreten, gekennzeichnet. Pro Anfall können bis zu 10.000 Kalorien bei bis zu 20 Mahlzeiten am Tag aufgenommen werden. Treten die Anfälle mindestens zweimal wöchentlich über einen Zeitraum von drei Monaten auf, so deutet dies auf die Magersucht hin. Während eines Essanfall haben die Betroffenen das Gefühl, ihr Essverhalten nicht kontrollieren zu können. Anschließend treten Scham- und Schuldgefühle sowie eine depressive Stimmung ein. Aus Furcht vor einer Gewichtszunahme haben die Betroffenen das Bedürfnis, die Kalorienaufnahme rückgängig zu machen. Sie führen künstlich Erbrechen herbei, missbrauchen Abführmittel oder Appetitszügler, neigen zu extremer sportlicher Aktivität oder unterziehen sich strengen Diäten. Nach einer Weile können sich schwere körperliche Schäden bemerkbar machen. Dazu gehören Karies, Schleimhautentzündungen von Magen und Speiseröhre, Verstopfungen und Herzrhythmusstörungen. Zusätzlich kann es zu Erkrankungen der Schilddrüse und zu Osteoporose kommen.

Bulemie-Diagnose
Die Magersucht wird in den meisten Fällen durch ein ausführliches Gespräch zwischen Arzt und Patient diagnostiziert. Um Folgeerkrankungen festzustellen, kann der Arzt Blutuntersuchungen, Untersuchungen von Speiseröhre und Magen, EKG, Herzecho oder Ultraschall der Nieren durchführen.

Bulemie-Therapie
Um die Magersucht zu behandeln, ist eine psychotherapeutische Betreuung erforderlich. Der Patient muss erkennen, dass es sich um eine Sucht handelt, und muss bereit sein, Hilfe anzunehmen. Die Behandlung kann im Krankenhaus oder ambulant erfolgen. Während der Behandlung werden neue Verhaltensweisen trainiert. Der Patient erhält eine umfassende Ernährungsberatung. Zur medikamentösen Behandlung können Antidepressiva verordnet werdem. Neben der Behandlung der Bulimie kommt es auf die Behandlung der Folgeschäden an.

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