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EHEC

EHEC steht für das Bakterium „enterohämorrhagische Escherichia coli“. Die Bakterien können leichten bis schweren Durchfall auslösen. Eine EHEC-Infektion kann dabei ein sogenanntes hämolytisch-urämischen Syndrom (HUS) auslösen. Wie Wissenschaftler am Universitätsklinikum Münster mit ihren Studien entdeckt haben, geht die EHEC-Epidemie 2011 in Deutschland auf den Stamm „HUSEC 41″ zurück.

Ursachen

Die Infektion mit EHEC erfolgt in den meisten Fällen oral. Dem Bundesinstitut für Risikobewertung zufolge ist der Verzehr von EHEC-kontaminierten Lebensmitteln der häufigste Infektionsweg. Meist sind Produkte wie Rohmilch, rohes Fleisch oder Obst und Gemüse mit EHEC verunreinigt. Bei Nutztieren wie Rinder, Schafe, Ziegen und Schweine kommen EHEC häufig im Darm vor, allerdings ohne Symptome und Krankheitsausbruch. Die Erreger gelangen aus der Darmflora der Tiere in tierische Lebensmittel wie Milch und Fleisch. Solche Lebensmittel können an unterschiedlichen Stellen der Produktionskette mit EHEC kontaminiert werden. Auch Obst und Gemüse können durch den Kontakt mit tierischem Dünger mit EHEC belastet sein. Zudem können sich Menschen auch durch bereits Infizierte anstecken.

Symptome

Zu den Symptomen gehört wässriger Durchfall. Er kann von Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen und selten auch Fieber begleitet sein. In schwereren Fällen kann es zu blutigen Durchfällen und schmerzhaften Bauchkrämpfen kommen. Bei etwa jedem Zehnten bis Zwanzigsten Patient droht als Folge einer Erkrankung mit EHEC das hämolytisch- urämische Syndrom (HUS). HUS ist eine Krankheit, die für eine Zerstörung der roten Blutkörperchen bis hin zum akuten Nierenversagen führen kann. Verantwortlich dafür ist ein Gift (Verotoxin/Shigatoxin)), das die EHEC-Bakterien im Darm ausscheiden.

Diagnose

Im Zuge der Epidemie 2011 haben Wissenschaftler der Uniklinik Münster einen Schnelltest zum Nachweis entwickelt. Dadurch ist es möglich bereits kleinste Mengen von EHEC-Erregern binnen einiger Stunen  auf seine Eigenschaften hin zu untersuchen. Die Erkennung der EHEC-Infektion und die Feststellung der Schwere der Erkrankung erfolgt durch Laboruntersuchungen des Blutes. Die Shiga-Toxine des EHEC-Bakteriums können dabei aus dem Blutserum mit molekularbiologischen Methoden nachgewiesen werden.

Therapie

Eine Darminfektion durch EHEC-Erreger wird in fast allen Fällen nur symptomatisch behandelt. In der Therapie wird dabei meist auf Antibiotika verzichtet, das sich diese negativ auswirken könnten indem sie etwa die Bildung von Giften negativ beeinflusst.

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