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Zu viel Salz in Mikrowellen-Menus

Fertiggerichte für die Mikrowelle enthalten offenbar viel zu viel Salz. In einer Stichprobe der Verbraucherzentrale NRW bei Grünkohl, Gulasch oder Geschnetzeltem haben sie zu hohe Mengen Salz festgestellt. Eine Portion mit mehr als vier Gramm lieferte bereits zwei Drittel der täglich empfohlenen Salzmenge für Erwachsene.

Zu viel Salz in Mikrowellen-Menus

Bereits in einer früheren Untersuchung im Oktober 2010 der Verbraucherzentrale waren Fertiggerichte für die Mikrowelle stark gesalzen. Und auch in einem zweiten aktuellen Test sei die Salzmenge immer noch gesundheitlich bedenklich. Viele Hersteller ignorieren die Empfehlungen des Bundesinstituts für Risikobewertung und haben die Salzmenge in ihren Gerichten sogar noch erhöht: Wer regelmäßig ein fix und fertiges Gericht aus der Mikrowelle verzehrt, hat mit einer Portion oft schon die gesamte Tagesdosis von sechs Gramm intus. Ein hoher Konsum von Kochsalz ist laut Verbraucherzentrale jedoch ist Gift für den Blutdruck und erhöht das Risiko gefährlicher Herz- und Kreislauferkrankungen.

Bereits vor anderthalb Jahren hatte die Verbraucherzentrale NRW die Salzmenge in 103 Menüschalen für die Mikrowelle genauer unter die Lupe genommen: Auch damals war der Gehalt der Küchenwürze in den Fertigspeisen mit ebenfalls 98 Prozent zu hoch. Trotz Gesundheitsbedenken streuen Hersteller weiterhin ungerührt reichlich Salz in ihre Fertiggerichte.

Wie schädlich ist Salz?

Dieser Frage gingen Forscher bereits genauer nach .„Es ist möglicherweise falsch, pauschal den Salzkonsum zu verringern“, sagt der Experte Jan Staessen von der Universität Löwen (Belgien). In seiner Untersuchung zeigte sich: Zu wenig Salz kann schädlicher für Herz und Kreislauf sein als zu viel. Das ist das Ergebnis einer Langzeitstudie mit 3500 Teilnehmern. Die Experten der Weltgesundheitsorganisation WHO sehen das offenbar anders. Sie bemühen sich, den Salzkonsum global zurückzudrängen.

Allein in den USA würde der tägliche Verzicht auf drei Gramm Salz pro Person zu 92 000 weniger Todesfällen führen, knapp 100 000 Herzinfarkte verhindern und bis zu 24 Milliarden Dollar Gesundheitskosten sparen. Diese Daten enstammen einer Modellrechnung der WHO. Laut der amerikanischen „Centers for Disease Control and Prevention“ sei die Zahl der Studienteilnehmer in der belgischen Studie zu gering gewesen. Die Studie steht auch aufgrund von angeblichen methodischen Mängeln und Voreingenommenheit in der Kritik.

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