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Leben in der Großstadt macht offenbar krank

Das Stadtleben ist oft hektisch und vor allem stressiger sowie lauter als das Leben auf dem Land. Das kontinuierliche Grundrauschen in einer Großstadt überfordert viele Menschen. Niemals Ruhe zu haben, das kann offenbar krank machen, wie Forscher sagen.

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Das Leben in der Großstadt bedeutet für Menschen einer bestimmten Dauerstimulation ausgesetzt zu sein: Lautstärke, Stress, Luftverschutzung und Hektik stehen an der Tagesordnung. Doch woran liegt es genau, dass das Leben in der Großstadt krank macht? „Vermutlich ist es die Mischung aus sozialer Dichte und sozialer Isolierung, die den Stadtstress ausmacht“, sagt Mazda Adli, Leiter des Forschungsbereiches Affektive Störungen an der Berliner Charité und Chefarzt der Fliedner-Klinik.
Die Expertin forscht seit Jahren über den Einfluss Großstadt auf die psychische Gesundheit. Stadtmenschen haben ein doppelt so hohes Erkrankungsrisiko für Schizophrenie. Für Depressionen liegt das Erkrankungsrisiko beim 1,4-fachen im Vergleich zu Landbewohnern. Es gibt sogar eine Gleichung: Je größer die Stadt, desto höher das Schizophrenie-Risiko.
Doch liegt das wirklich an der Stadt oder ziehen womöglich nur Menschen in die Stadt, die bereits ohnhin psychisch labiler und anfälliger sind? Es gibt dahingend zwei Theorien: Die Stadt verändert den Menschen. Die andere: Labile Menschen ziehen eher in die Stadt. Eine Reihe von Untersuchungen zeigt jedoch, dass eher ersteres gilt“, sagt Adli.
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