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Wespenplage: schwarz-gelbe Plagegeister

Die von Experten für den Sommer 2011 prognostizierte Wespenplage ist tatsächlich eingetreten. Allerdings sind die Plagegeister nicht aggressiver als sonst.

2011 ist Rekordjahr für Wespen

2011 ist Rekordjahr für Wespen

Dass sich schwarz-gelbe Insekten wie Wespen, Hornissen, Bienen und Hummeln in den Sommermonaten tummeln, ist nicht ungewöhnlich. In diesem Jahr trifft man Wespen aber besonders häufig an. Dies bestätigt auch der Biologe Julian Heiermann vom Naturschutzbund Deutschland (NABU). Zwar handele es sich nicht um ein Rekordjahr, dennoch seien überdurchschnittlich viele Wespen unterwegs. Dies ist vor allem auf die guten Startbedingungen, die die Insekten in diesem Jahr hatten, zurückzuführen. So endete der Winter recht früh und der Frühling wurde warm und trocken. Aus diesem Grund kam es zu einem frühen Beginn der Wespensaison.

Bei den Wespen ist es üblich, dass lediglich die Weibchen überwintern. Die Männchen und die Arbeiter des Wespenstaats sterben dagegen in der kalten Jahreszeit. Wenn der Frühling anbricht, müssen die Wespenköniginnen erneut mit dem Eierlegen und dem Nestbau beginnen, um einen Wespenstaat zu errichten. In diesem Jahr begannen die Königinnen schon sehr zeitig damit, was zur Folge hatte, dass es nun mehr Wespen gibt.

Aggressiver als gewöhnlich sind die stacheligen Insekten nach Ansicht von Julian Heiermann jedoch nicht. Die Zunahme an Wespenstichen in diesem Sommer liegt eher daran, dass mehr Wespen unterwegs sind und dadurch zwangsläufig mehr Menschen gestochen werden.

Ein Problem ist, dass die Wespen es bevorzugt auf süße Lebensmittel wie Limonaden, Kuchen oder Honig abgesehen haben, da sie zum Fliegen viel Energie benötigen. Aus diesem Grund wird empfohlen, Lebensmittel im Freien abzudecken und für den Genuss von süßen Getränken Strohhalme zu benutzen. Kommt es zu einem Stich, sollte man die betroffene Stelle mit Eis oder einer Zwiebel kühlen.

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