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Schlafkrankheit Nakrolepsie: Wenn Grippe zum Risiko wird

Die winterliche Grippe steht unter Verdacht, die Schlafkrankheit Narkolepsie auszulösen. Dies ergaben Forschungen an 900 betroffenen chinesischen Patienten. 

Nakroplesie macht schlaflos in der Nacht

Nakroplesie macht schlaflos in der Nacht

Bei Narkolepsie handelt es sich um eine Erkrankung, die relativ selten vorkommt. Auf der ganzen Welt sind ungefähr drei Millionen Menschen von der Schlafkrankheit betroffen, deren typische Symptome starke Schläfrigkeit bei Tage sowie Muskelversagen, das anfallartig auftritt, sind. In der Nacht leiden die Patienten dagegen unter Schlaflosigkeit. Bisher gelang es noch nicht, eine wirksame Therapie gegen die Narkolepsie zu entwickeln. Auch über die genauen Ursachen der Krankheit ist man sich im Unklaren. Neuere Studien haben nun ergeben, dass die Gefahr an Narkolepsie zu erkranken, durch die winterliche Grippe erhöht werden kann.

Bei Untersuchungen in China an 900 von der Schlafkrankheit betroffenen Patienten stellten amerikanische Wissenschaftler fest, dass ein Großteil der Krankheitsfälle einige Monate nach Grippewellen auftrat. Vor allem nach der heftigen Grippeepidemie im Winter 2009/10 kam es zu einem deutlichen Anstieg an Narkolepsieerkrankungen. Nach Ansicht der US-Forscher ist dies ein Hinweis auf winterliche Infektionen mit Influenza A-Viren sowie Streptokokken-Bakterien als Auslöser, wie sie dem Fachmagazin „Annals of Neurology“ mitteilten.

Unklar blieb dagegen, ob die Grippeimpfungen einen Zusammenhang mit der Narkolepsie haben. Indizien dafür ließen sich bei dem Grippeimpfstoff, der in China verwendet wird, jedenfalls nicht finden. So hätten sich lediglich 5,6 Prozent der Narkolepsie-Betroffenen vorher einer Impfung gegen Grippe unterzogen. Diese Erkenntnis ist nach Meinung der Forscher überaus wichtig. So besteht sogar die Möglichkeit, dass sich das Risiko an Narkolepsie zu erkranken, noch erhöht, wenn die Grippeimpfungen aus Furcht vor der Schlafkrankheit reduziert würden.

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