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Langzeitstudie zu Schutzwirkung von grünem Tee vor Darmkrebs

Bislang wird nur vermutet, dass grüner Tee – neben vielen bestätigten positiven gesundheitlichen Wirkungen – Darmkrebs vorbeugen kann. Eine Antwort auf die Frage nach der möglichen Schutzwirkung des beliebten Getränks soll nun eine neue Langzeitstudie erbringen, die am 26. September startet.

Langzeitstudie zu Schutzwirkung von grünem Tee vor Darmkrebs

Die Ergebnisse werden allerdings auf sich warten lassen – erst in sechs Jahren rechnet die Deutsche Krebshilfe in Bonn, die das Projekt mit Spendengeldern auf den Weg bringt, mit den ersten Auswertungen. Insgesamt fließen 2,1 Millionen Euro aus Spenden in die Untersuchung, mit der laut Pressereferentin Christiana Tschoepe Naturheilverfahren als zusätzliche Maßnahme zur Krebsvorsorge erforscht werden sollen, um alle Möglichkeiten auszuschöpfen.

Thomas Seufferlein, Direktor der Klinik für Innere Medizin des Universitätsklinikums Halle und gleichzeitig einer der beiden Studienleiter, bezeichnet die Langzeitstudie als bislang größte Untersuchung weltweit. Geprüft wird die Wirkung von grünem Tee im Hinblick auf die Entstehung einer möglichen Vorstufe von Darmkrebs: Polypen im Darm. Darüber hinaus soll untersucht werden, ob nach Entfernung der Polypen eine Neubildung durch grünen Tee verhindert werden kann. Die Probanden kommen aus ganz Deutschland. Alle haben ein erhöhtes Darmkrebsrisiko und wurden aus 30 großen medizinischen Kliniken und Praxen für das Projekt rekrutiert.

Ausschlaggebend für die vermutete krebshemmende Wirkung ist das in Grüntee enthaltene Pflanzenhormon Epigallocatechin-3-gallat (EGCG). Andere Forschungen haben ergeben, dass EGCG sich hemmend auf die Entstehung verschiedener Tumoren auswirkt. Aus praktischen Gründen werden bei der Studie Grüntee-Kapseln eingesetzt, die der Trinkmenge von fünf bis zehn Tassen Tee entsprechen. Dabei enthält eine Kontrollgruppe Placebos, um eine objektive Beurteilung zu ermöglichen.

Falls sich bestätigt, dass grüner Tee die Bildung von Polypen hemmt, könnte eine Nahrungsergänzung in Kapselform als sinnvolle Alternative zur aufgebrühten Version empfohlen werden. (ms)

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