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Deutsche fürchten Krebs mehr als andere Krankheiten

Eine Spitzenposition bei den deutschlandweit am meisten gefürchteten Krankheiten nimmt weiterhin die Angst vor einer Krebserkrankung ein. Einer aktuellen repräsentativen Forsa-Umfrage im Auftrag der Krankenkasse DAK zufolge bleibt Krebs, wie bereits im Vorjahr, für 73 Prozent aller Befragten der größte Angstmacher. Aber auch die Furcht vor psychischen Leiden wie Depressionen und Burn-out wächst erheblich.

Jüngere Menschen haben weniger Angst vor Tumoren.

Jüngere Menschen haben weniger Angst vor Tumoren.

Wie DAK-Sprecher Rainer Lange in Düsseldorf der Presse mitteilte, ist der Anteil der Personen, die sich besonders vor psychischen Erkrankungen fürchten, von 30 Prozent im Vorjahr auf 36 Prozent im Oktober dieses Jahres angestiegen. Seiner Einschätzung nach könnte die Berichterstattung in den Medien dazu beigetragen haben, die Angst bundesweit zu verstärken. Schlagzeilen über Stars, Politiker und Prominente mit Depressionen und Burn-out waren im vergangenen Jahr besonders häufig zu finden.

Das Schreckgespenst Krebs dominiert jedoch die Liste der gefürchteten Krankheiten als einsamer Spitzenreiter. Viele Menschen kennen bösartige Tumorerkrankungen nicht nur aus Pressemeldungen, sondern aus Fällen im Familien-, Freundes – Bekannten- und Kollegenkreis. Dies trifft vor allem auf ältere Personen zu, was auch die Umfrage bestätigt: Jüngere Menschen haben weniger Angst vor Tumoren. Während die Angst vor Krebs bei Jüngeren sinkt und sie auch die Krebsvorsorge seltener nutzen, fürchten sie gleichzeitig andere Erkrankungen mehr. DAK-Expertin Dr. Christina Sewekow wünscht sich darum eine bessere Aufklärung und Information dieser Altersgruppe.

57 Pozent aller Befragten geben an, Angst vor Unfällen mit Verletzungen zu haben. Vor einem Schlaganfall, Alzheimer und Demenz fürchten sich 54 Prozent. Die Furcht, einen Herzanfall zu erleiden, findet sich mit 45 Prozent auf Platz 5 der Liste wieder.

Zwischen den einzelnen Bundesländern gibt es erhebliche Unterschiede ind der allgemeinen Ängstlichkeit, aber auch bei der Verteilung der Ängste. Am meisten um ihre Gesundheit besorgt sind die Menschen in Thüringen, währen die Befragten in Hamburg generell die geringsten Befürchtungen äußerten. Bundesweit versuchen die meisten Menschen, Krankheiten durch sportliche Betätigung vorzubeugen. Weitere Maßnahmen sind der Verzicht auf Alkohol, eine gesunde Ernährung und Entspannungsübungen.

(ms)

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