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Wissenschaftler testen HIV-Impfung an Mäusen

Seitdem Wissenschaftler den tödlichen Virus HIV entdeckt haben, sind 3o Millionen Menschen daran gestorben. Bis heute gibt es noch immer keine heilende Therapie. Zwar kann das Leben eines HIV-Infizierten durch Medikamente um etliche Jahre verlängert werden, doch noch immer verläuft eine Infektion mit dem heimtückischen Virus tödlich. Jetzt gibt es aber neue Hoffnung.

Wissenschaftler testen HIV-Impfung an Mäusen
Wissenschaftler testen HIV-Impfung an Mäusen

Seitdem die Krankheit HIV in den 80er Jahren entdeckt wurde, sind 30 Millionen Menschen weltweit am Virus gestorben. Die Forschung arbeitet auf Hochtouren, doch noch immer haben Wissenschaftler keine Möglichkeit gefunden, AIDS zu heilen. In der aktuellen Ausgabe des Magazins Nature machen Forscher allerdings Hoffnung: Möglicherweise stehen Wissenschaftler vor der Entdeckung eines Impfstoffs, der Menschen in Zukunft vor HIV schützen könnte. In Testverfahren mit Mäusen hat die Impfung bereits funktioniert. Erforscht wird der Impfstoff von den Wissenschaftlern David Balitmore und Alejandro Balazs vom Fachbereich Biologie des California Institute of Technology.

Die Forscher haben den Mäusen in ihren Versuchen spezielle Moleküle in hohen Dosen verarbreicht. Nach nur einer Injektion waren die Versuchstiere immun gegen das HI-Virus. Wie die Wissenschaftler berichten, nutzen sie ein unschädlich gemachtes Adenovirus als Genfähre. Damit befördern sie die Bauanleitung eines Antikörpers gegen HIV in die Zellen der Mäuse. Diese Fähre erhielt dabei einen sogenannten Promoter. Jenes ist eine DNA-Sequenz, die ermöglicht, dass die Mäusezellen die Bauanleitung des Antikörpers immer wieder ablesen und umsetzen. Das Ergebnis der ersten Testreihen macht Hoffnung: Denn die Versuchstiere waren dadurch in der Lage zahlreiche Antikörper gegen das Virus produzieren.

Alle Versuchstiere wurden mit dem eigentlich tödlichen HI-Virus infiziert. Doch bei keinem traten Symptome auf oder etwa ein typischer Rückgang der Immunzellen. Offenbar gab es keine Anzeichen darauf, dass sich die Tiere infiziert haben. Demnach gehen die Forscher davon aus, dass der Impfstoff vor einer Infektion schützen kann. Allerdings waren nur sechs Tiere an den Testreihen beteiligt. Immunologen sehen diese Zahl an Versuchstieren eigentlich als zu gering an. In dieser Untersuchung sind die Ergebnisse Experten zufolge so deutlich, dass die Studie trotzdem überzeugend ist. Die Frage ist allerdings, ob sich die Ergebnisse auf den Menschen übertragen lassen. Zudem gibt es bei den angewandten Genfähren ein Problem. Denn beim Menschen lösen jene Abwehrreaktionen aus, die den Erfolg eines solchen Impfstoffes möglicherweise gefährden.

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