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Forscher arbeiten an Impfstoff gegen Hepatitis C

Experten stufen Hepatitis C als stille Seuche Seuche ein, mit der auch hierzulande Hunderttausende infiziert sind. Forscher arbeiten nun mit ersten Erfolgen an einen Imfpstoff. Das besondere daran, ist ein von Schimpansen stammendes Virus.

Forscher arbeiten an Impfstoff gegen Hepatitis C

Forscher arbeiten an Impfstoff gegen Hepatitis C

Hepatitis C gehört zu den am weitesten verbreiteten Infektionskrankheiten. Allein in Deutschland haben sich eine halbe Million Deutschen mit dem Virus infiziert, weltweit ist der Erreger bei dreimal mehr Menschen nachweisbar als HIV. Das Virus führt zu dauerhaften Infektionen, verursacht Leberschäden und leistet der Krebsentstehung Vorschub. Hepatitis C ist eine Entzündung der Leber aufgrund der Infektion mit dem Hepatitis-C-Virus (HCV).

Die Übertragung erfolgt hauptsächlich über direkten Kontakt mit kontaminiertem Blut und Blutprodukten. Etwa 170 Millionen Menschen (drei Prozent der Weltbevölkerung) sind infiziert. Seit Jahrzehnten suchen Forscher nach einem Impfstoff – bisher vergeblich. Wissenschafter um Stefano Colloca von der Universität Pavia (Italien) haben nun ein Serum auf Basis gentechnisch veränderter Viren aus Schimpansen entwickelt, um das menschliche Immunsystem gegen die Erreger zu immunisieren.

In einer zweiten klinischen Studie rund um Eleanor Barnes von der University of Birmingham (UK) wurde der Impfstoff einer kleinen Gruppe gesunder Testpersonen verarbeicht. Darüber berichten die Forscher  im Journal „Science Translational Medicine“. Die Teilnehmer haben das Serum offenbar gut vertragen und sogenannte T-Helferzellen des Immunsystems wurden bei den Testpersonen aktiviert. Sie sind bei der Abwehr von Krankheiten von zentraler Bedeutung, da sie Krankheitserreger aufspüren. Weitere Studien sollen die Ergebnisse das Serum nun optimieren.

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