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Paracetamol wirkt bei geringer Überdosierung tödlich

Die vermeintlichen Allzweckwaffen Paracetamol und Aspirin sind alles andere als harmlos und haben offenbar sogar gefährliche Nebenwirkungen. „Paracetamol würde heute nicht mehr zugelassen werden, auch nicht auf Rezept“, sagt Kay Brune, Professor an der Universität Erlangen laut Focus Online.

Paracetamol wirkt bei geringer Überdosierung tödlich

Aspirin und Paracetamol gefährden Experten zufolge Leben.

„Bereits bei der zugelassenen Dosis von vier Gramm Paracetamol pro Tag können Patienten schwere Leberschäden davontragen. Nimmt jemand die doppelte Dosis ein, kann das zu einem Leberversagen führen.“ Wie Focus Online berichtet, rät der Pharmakologe davon ab, Paracetamol aufgrund der Nebenwirkungen einzunehmen. „Wir haben hier ein Medikament auf dem Markt, das bereits bei geringer Überdosierung tödlich wirkt. Und das ist kein schöner Tod, er zieht sich über mehrere Tage hin.“ Paracetamol solle laut Brune sogar abgeschafft werden. Andere Forscher plädieren schon länger dafür, dass es zumindest eine Rezeptplicht für Paracetamol geben soll.

Aspirin-Wirkstoff kann innere Blutungen verursachen

Auch Aspirin soll dem Experten zufolge aus den Apotheken des Landes verschwinden. Der darin enthalten Wirkstoff Acetylsalicylsäure (ASS) berge Brune zufolge zu viele Risiken. Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen könnten Aspirin einnehmen. Das Risiko sei durch den Nutzen zu verantworten. Allerdings sollten Schmerzpatienten nicht wahllos Aspirin schlucken. „ASS wirkt nur kurzfristig schmerzlindernd, jedoch tagelang blutverdünnend“, sagt der Pharmakologe. Operationen oder Notoperationen können so nicht durchgeführt werden. Auch nach einer OP ist es von Nachteil, wenn man Aspirin nimmt – etwa nach einer Zahnbehandlung.

„Durch die Einnahme von ASS bei Schmerzen, geht man ein völlig unnötiges Blutungsrisiko ein“, wird Brune zitiert. Dass diese Vorwürfe nicht von der Hand zu weisen sind, zeigt eine aktuelle Studie über den Wirkstoff in Aspirin, die in der Fachzeitschrift „Archives of Internal Medicine“ veröffentlichte wurde. Denn der Aspirin-Wirkstoff ASS kann zu inneren Blutungen führen, wie Forscher an der St. George’s Universität in London in einer aktuellen Studie entdeckt haben. Dem Experten zufolge sind zudem, Kombipräparate gefährlich, die eine Mischung aus verschiedenen Wirkstoffen enthalten. „Diese Mischprodukte sind Unfug. Sie addieren selten die positiven Effekte, jedoch die Risiken und Nebenwirkungen der einzelnen Wirkstoffe.“

Schmerzmittel sind keine Lutschbonbons

Wenn der Schmerz aber unterträglich ist, dann empfiehlt der Pharmakologe laut Focus Online Wirkstoffe wie Ibuprofen und Diclofenac. Diese seien gründlich erforscht worden und sie sind ebenfalls rezpetfrei erhältlich. Allerdings sind auch diese Medikamente nicht frei von Nebenwirkungen. Denn: Es sind eben Medikamente und keine Lutschbonbons. Trotzdem nehmen 3,8 Millionen Deutsche regelmäßig Kopfschmerztabletten.

httpv://www.youtube.com/watch?v=RFFmSnyoXpc

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