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Vitamin C schützt offenbar nicht vor einer Erkältung

Vitamin C oder auch Ascorbinsäure wird oft gerade dann geschluckt, wenn eine Erkältung im Anmarsch ist. Forscher der University of Washington haben jetzt aber entdeckt, dass Vitamin C nicht vor einer Infektion oder den Ausbruch einer Erkältung bewahren kann. Allerdings sorgt es dafür, dass man wieder schneller gesund wird.

Vitamin C schützt offenbar nicht vor einer Erkältung

Vitamin C schützt offenbar nicht vor einer Erkältung

Ja, Vitamin C ist wichtig. Aber nein, es ist offenbar kein Wundermittel. Vor allem wenn es darum geht, eine Erkältung oder Grippe mit Vitamin C abzuwenden. Denn längst hat bei vielen Bundesbürgern die Tradition Einzug gehalten, beim ersten Anzeichen von Schnupfen, Halsschmerzen oder Husten zu Vitamin C-Tabletten zu greifen. Denn ist ist allgemein bekannt, dass dieses Vitamin das Immunsystem stärkt und eine Rolle bei der Abwehr von Krankheitserregern spielt. Aber kann man Vitamin C eine Erkältung wirklich verhindern?

Vitamin C und Erkältung

Eine Untersuchung mit 11.000 Menschen weltweit zeigt jetzt, dass täglich 200 Milligramm Vitamin C einer Erkältung nicht vorbeugen kann. Diese Dosis ist dabei sogar doppelt so hoch wie die von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfohlene Tagesration von 100 Milligramm. „Es ist daher einfach nicht sinnvoll, 365 Tage im Jahr Vitamin C einzunehmen, nur um das Risiko eines Schnupfens zu verringern“, erklärt der Harri Hemilä von der Universität von Helsinki. Eine hohe Vitamin C-Dosis wirke nur bei den Menschen, die zuvor zu wenig davon im Körper hatten. „Das Vitamin C könnte dazu beitragen, eine Erkältung zu verkürzen, aber es scheint nicht gegen eine Infektion oder gegen den Ausbruch der Erkältung zu schützen“, sagt die Medizinerin Linda Vorvick von der University of Washington.

Ascorbinsäure fürs Immunsystem

Auch wenn Vitamin C eine Erkältung nicht verhindern kann, so ist es trotzdem von zentraler Bedeutung für das Immunsystem. Denn es gibt zahlreiche Hinweise darauf, dass ausreichend Vitamin C das Immunsystem stäkrt. Eine Übersichtsarbeit, die im Fachmagazin Cancer Research veröffentlicht wurde, zeigt etwa eindeutig, dass der Vitamin-C-Bedarf durch eine Krebserkrankung stark ansteigt. Zudem schützt es Untersuchungen zufolge sogar vor Krebs. Experten raten dabei auf eine ausgewogenen Ernährung und viel Obst sowie Gemüse anstatt Vitamin C-Tabletten. „Ob der Körper die in Tabletten, Kapseln oder Konzentraten vorhandenen Inhaltsstoffe in dieser unnatürlichen Form überhaupt aufnehmen kann, ist nicht belegt“, schreibt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE).

Vitamin C in Lebensmittel

Besonders reich an Vitamin C sind beispielsweise frische Erdbeeren. Auch Kiwi und Orangen sind Lebensmittel mit viel Vitamin C. Broccoli, Kohlrabi und Paprike sind Gemüsesorten, die viel Vitamin C enthalten. Vitamin C (Ascorbinsäure) kann der Körper nicht speichern, daher muss es ständig aufgenommen werden. Als Richtwert gelten 100 Milligramm pro Tag für den gesunden Erwachsenen.

Vitamin C-Mangel und Symptome

Wer zuwenig Ascorbinsäure aufnimmt, der kann an einem Vitamin-C-Mangel leiden. Jener kann sich durch Bindegewebsschäden, Blutungen im Zahnfleisch und der Muskulatur sowie in Zahnausfall. Allerdings tritt ein schwerwiegender Mangel in Europa heute nur noch selten auf. Bei einem leichteren Mangel kommt es zu Symptomen wie: Schwaches Immunsystem, Infektanfälligkeit, Müdigkeit, Konzentrationsstörungen und verzögerter Wundheilung.

httpv://www.youtube.com/watch?v=cZzAfl9Kg5w

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